Nordrhein-Westfalen
Tradition und Zukunft im Blick
Übernahme durch Mark Hotel-Gruppe verschafft Duisburger Hof konsequentes Rebranding / Festsäle wiedereröffnet
DUISBURG. Durch den Duisburger Hof weht ein frischer Wind: Nachdem die Mark Hotels das einstige Steigenberger Hotel übernommen haben, verfolgt die Hotelgruppe jetzt ein konsequentes Re-Branding. Derzeit wird kräftig in die Renovierung des Hauses investiert.
Hotels wie der Duisburger Hof lassen die glanzvolle Aura vergangener Epochen spüren. Wer auf sich hielt, feierte über Jahrzehnte stets in diesem ersten Haus am Platze. Mit der unmittelbaren Nachbarschaft zur Rheinoper wird bis heute die enge Verbindung zu Kunst und Kultur signalisiert. Diese Traditionen zu bewahren und trotzdem mit der Zukunft Schritt zu halten, ist das Bestreben der jetzigen Betreiber. Bis Mitte 2009 gehörte das 1927 erbaute Hotel zur Steigenberger Gruppe und galt als etwas verstaubt.
Mittelpunkt der Stadt
WEITERE BILDER ZUM ARTIKEL
„Mit unserem Engagement zeigen wir, dass wir den Standort Duisburg entwickeln wollen“, erläutert Geschäftsführer Bodo Sikora. „Erste positive Zeichen konnten wir mit der Renovierung und Wiedereröffnung der Festsäle setzen.“ Die umfassend modernisierten Veranstaltungsräume für bis zu 250 Gäste knüpfen daran an, dass der Duisburger Hof einst ein begehrter Schauplatz für elegante Bälle, große Feste und Tagungen war.
Auch künftig soll das Hotel wieder Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der Stadt sein. Das Interesse daran ist groß, schließlich ist die Stadt Duisburg Eigentümer der Immobilie. Im Rahmen des Investitionsprogramms geht es zügig weiter: „Einige Suiten sind bereits fertig, als nächstes nehmen wir die Renovierung der
29 Zimmer in Angriff“, kündigt Thomas Hemm an. Der Regionaldirektor West der Mark-Gruppe kümmert sich um fünf Hotels der Region, legt derzeit aber sein größtes Augenmerk auf den Duisburger Hof. „Die historisch gewachsene exponierte Stellung des Hauses bedeutet für uns Anspruch und Verantwortung. Beides nehmen wir ernst. Nach 80 Jahren glauben wir allerdings, dass dieses Hotel den größten Teil seiner Geschichte noch vor sich hat. Wir werden den Duisburgern ihre gute Stube zurückgeben.“
Nach einigen Jahren in Berlin fühlte sich Thomas Hemm im Ruhrgebiet schnell heimisch und spürte sofort den viel beschworenen Geist des „Potts“. Er hält sich gern in Duisburg auf. Nicht nur, weil der zentrale Standort eine günstige Vernetzung mit den anderen Mark Hotels & Resorts in Düsseldorf, Dortmund und Mettmann zulässt. Sondern auch wegen der Menschen: „Sie sind gradlinig und offen, ähnlich wie die Berliner“, stellte er nach kurzer Zeit fest.
Impulsgeber Ruhr.2010
Durch die Kulturhauptstadt 2010 bekomme die Region einen kräftigen Schub an Selbstbewusstsein. „Ich sehe hier sehr viel Potenzial“, versichert der Direktor. „Das Ruhrgebiet war immer ein wirtschaftlicher Impulsgeber für die Bundesrepublik. Und das Gastgewerbe hat einen guten Beitrag dazu geleistet.“ Hemm wirbt nicht nur verstärkt um Übernachtungsgäste, die beruflich Station in Duisburg machen. Er sieht auch reelle Chancen, zu Zeiten der Kulturhauptstadt 2010 mehr Privatleute als bisher für das Hotel zu gewinnen. Regina Goldlücke

