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Attraktiver Standort: In Wien floriert das Geschäft mit Hotelimmobilien

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Viele Hotel-Verkäufe in Österreich

12. Januar 2016

WIEN. In Österreich haben in 2015 deutlich mehr Hotelimmobilien den Besitzer gewechselt als im Vorjahr. So konnte das gesamte Transaktionsvolumen auf etwa 310 Mio. Euro gesteigert werden. Das ist ein Plus von etwa 80 Mio. Euro im Vergleich zu 2014. Wie schon in den Jahren zuvor zog der Investmentmarkt vor allem in der zweiten Jahreshälfte stark an. „Das ist vor allem auf einen spektakulären Portfoliodeal im Herbst zurückzuführen, bei dem auch zwei namhafte Wiener Hotels betroffen waren“, erläutert , Managing Director Germany, Austria & CEE bei Christie + Co.

Im Oktober 2015 verkaufte die österreichische Hoteliersfamilie Koller die gesamte mit insgesamt 10 Hotels der 4-Sterne- und 4-Sterne-superior-Kategorie in acht Ländern und insgesamt rund 1200 Zimmern an die amerikanischen Hotelinvestment- und Managementgruppe Highgate Hotels. Ebenfalls in das Portfolio fielen zwei Hotels in Wien: das K+K Palais Hotel (66 Zimmer) und das K+K Hotel Maria Theresia (132 Zimmer) in zentralen Lagen in Wien.

Wie in den Jahren zuvor wurden in der Hauptstadt Wien die meisten Hotelimmobilien verkauft. Als Beispiel nennt Hochedlinger die Akquisition des mit 130 Zimmern in Wien durch einen russischen Investor. Im 2. Quartal verkaufte außerdem die Immofinanz das mit 213 Zimmen direkt an den Pächter. Das Intercity Hotel mit 179 Zimmern wurde von einer Privatstiftung an die Investmentfirma Warburg HIH Invest veräußert. Die größte Einzeltransaktion des Jahres fand am Jahresende statt, als ein internationales Kettenhotel mit über 200 Zimmern von einem ausländischen Fonds erworben wurde. Hierbei zeichnete Christie + Co im Auftrag des Eigentümers für den Verkauf verantwortlich.

Doch auch in anderen österreichischen Bundesländern wechselten 2015 zahlreiche Hotels den Besitzer. Im Mai wurde in Kärnten das Hotel mit 108 Zimmern an den Kärntner Hotelier Bernd Hinteregger veräußert. Das Seehotel Klopein mit 78 Zimmern wurde von der Bank Austria an die bereits am Klopeiner See ansässige Hoteliersfamilie Marolt verkauft. In der Kurstadt Baden in Niederösterreich bekamen gleich zwei Hotels einen neuen Eigentümer: Das im Eigentum der Novomatic befindliche Hotel Sacher mit 38 Zimmern und das Grand HotelHotel, das durch seine großzügige architektonische Gestaltung, die luxuriöse Ausstattung sowie Dienstleistungen auf höchstem Niveau gegenüber anderen Hotels herausragt.
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Sauerhof mit 89 Zimmer wurden beide von der asiatischen Investmentfirma K.Y.A.T.T. akquiriert. Letzteres soll saniert und im August 2017 als 5-Sterne-Gesundheitshotel wiedereröffnet werden. Ebenfalls in der 2.Jahreshälfte wurde das Cohotel in Linz an eine österreichische Privatperson veräußert. Im September wechselte ein noch kettengeführtes Wellnesshotel mit über 100 Zimmern in Niederösterreich seinen Eigentümer. Der Käufer war ein Privatinvestor aus Österreich.

Nach der Einschätzung von Christie + Co. wird der Boom auf dem österreichischen Hotelinvestmentmarkt auch 2016 weiterhin anhalten. „Es stehen aktuell einige große Kettenhotels zum Verkauf“, so der Hotelimmobilienexperte Hochedlinger. „Sofern sich Investorenverhalten und Angebot so weiterentwickeln wie zuletzt, wird 2016 das Niveau des Transaktionsvolumens gehalten oder sogar noch übertroffen werden.“ Dabei sind unter anderem die Abschlüsse einiger Transaktionen zu erwarten, die bereits im Vorjahr angestoßen wurden. „Der Kaufvertrag für das Mercure Grand Hotel Biedermeier Wien mit 198 Zimmern beispielsweise wurde bereits 2015 unterschrieben. Diese Transaktion soll im 1. Halbjahr 2016 abgeschlossen werden.“ red/rk


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Begehrte Investitionsobjekte: In Österreich wurden in den vergangenen Monaten viele Hotelimmobilien verkauft
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