Immobilien
Vom Bürohaus zum Hotel
Hamburg. Zentrale Städtelagen sind für Hotels ideal, aber auch ein knappes Gut. Eine Chance für neue Hotel- und Boardinghausprojekte stellt die Umwandlung von leerstehenden Büroimmobilien dar. Darauf verweist das Immobilien-Beratungsunternehmen Georg & Ottenströer aus Hamburg in seiner Studie zum deutschen Boardinghausmarkt.
Dabei treten allerdings besondere Herausforderungen auf. Die Autoren der Studie nennen etwa die besonderen Grundrisslösungen, die bei einer Aufteilung in kleinere Wohneinheiten oft nötig sind. Außer möglichen Qualitätsverlusten können hiermit deutliche Mehraufwendungen verbunden sein.
Zu den bautechnischen Besonderheiten gehören dabei Gebäuderaster und Raumaufteilung, Belüftung und Erschließung. Unter den wirtschaftlichen Besonderheiten ist etwa die Erdgeschossnutzung zu beachten, ebenso nutzungsrechtliche Besonderheiten.
Baulich relativ gut für eine Umnutzung geeignet seien die kleineren Bürohochhäuser aus den 70er Jahren. Allerdings müssen Mikrostandort und Umfeld stimmen. Die Umwandlungsdiskussion hat dem Thema Wohnturm eine Renaissance beschert, stellt Georg & Ottenströer fest. Das mischgenutzte Hochhaus, in den USA bereits etabliert, werde zunehmend auch in Europa relevant – in Deutschland zum Beispiel in Frankfurt und München.
Kombinierte Hotel- und Wohntürme funktionierten in Europa jedoch nur an ganz bestimmten ausgewählten Stellen im Stadtgebiet, warnen die Autoren. Die Zielgruppe für diese Wohnform sei trotz eines feststellbaren Trends noch überschaubar.
Serviceleistungen wie in den USA spielen demnach zwar als Vermarktungsinstrument eine gewisse Rolle, würden aber hierzulande hinsichtlich der Zahlungsbereitschaft oft überschätzt. Grundsätzlich sehen die Berater eine möglichst zentrale oder herausragende Lage als entscheidend an. „Spektakuläre Aussichten auf die Stadt, einen Fluss oder einen Hafen sind für eine erfolgeiche Vermarktung wichtig“, heißt es in der Studie. red
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