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Ausbildung zum Eventmanager m/w
Mittendrin statt nur dabei
Wer Eventmanager werden will, nur um keine Party mehr zu verpassen, sollte seinen Berufswunsch vielleicht noch einmal überdenken. Engagierten und belastbaren Menschen, die auch im größten Chaos einen kühlen Kopf bewahren, eröffnet sich hingegen eine vielseitige Branche mit positiven Zukunftsaussichten.
Längst geht das Eventmanagement über die Organisation von Messen, Tagungen und Konferenzen hinaus. Über Sinn und Unsinn von Snowboard-Competitions in Kunstschneehalfpipes im Hochsommer lässt sich streiten, doch sind solche spektakulären Events inzwischen fester Bestandteil vieler Marketingstrategien. In Zeiten totaler Reizüberflutung ist mehr als bloße Information nötig, um eine Zielgruppe zu erreichen. Auch Mitarbeiter werden durch »unvergessliche« Ereignisse an ein Unternehmen gebunden: Incentives, zu deutsch Belohnungsreisen, haben sich in Deutschland längst etabliert. Wildwasserrafting in Skandinavien oder Fallschirmspringen in der Eifel sollen die Verbundenheit der Mitarbeiter untereinander und zum Unternehmen stärken.
Emotionale Inhalte
So unterschiedlich diese Events auch sein mögen, sie alle haben eines gemeinsam: Ohne professionelle Eventmanager wären sie kaum zu verwirklichen. Ihre Aufgabe ist es, das Image des jeweiligen Unternehmens oder Produkts in diese inszenierten Ereignisse einzubringen, ihnen eine individuelle, unverkennbare Note zu verleihen und sie so für die Teilnehmer zu bleibenden Erlebnissen zu machen. Spaß, Spiel und Action sind hier Mittel zum Zweck: Vor allem emotional transportierte Inhalte bleiben dem Teilnehmer lange präsent. Wenn er dann in der Erinnerung dieses positive Erlebnis mit dem Produkt oder Unternehmen verbindet, ist das Ziel des Eventmanagers erreicht.
Viele Wege führen
Nach wie vor haben Quereinsteiger eine gute Chance, wenn sie belastbar, flexibel und lernbereit sind. Wer bereits nach dem Abitur eine Tätigkeit auf dem Event-Markt anpeilt, der schafft sich mit einem soliden betriebswirtschaftlichen Studium und gezielten Praktika die besten Voraussetzungen. Nach einer berufsbegleitenden Weiterbildung beispielsweise am IST-Institut in Düsseldorf darf man sich Eventmanager nennen und kann mit etwas Glück am Marketing-Boom partizipieren. Unterstützung für den Sprung in die Selbständigkeit finden einsatzbereite Spezialisten in Existenzgründer-Seminaren für den Event-Bereich.
Fachspezifische Studiengänge
Einen Studiengang Messe- und Kongressmanagement im Rahmen eines BWL-Studiums bietet die Berufsakademie Ravensburg an. Nach dem theoretischen Studium mit betriebswirtschaftlichen und fachspezifischen Lehrinhalten schließt sich nach jedem Semester eine praktische Ausbildung an, in der der Studierende bereits konkret auf sein späteres Berufsfeld vorbereitet wird. Ähnlich gestaltet sich auch das duale Studium »Sport-, Veranstaltungs- und Marketingmanagement« an der Berufsakademie Riesa. Wer bereits eine Tätigkeit oder ein Praktikum im Event-Bereich gefunden hat, kann es an der WAK, der Westdeutschen Akademie für Kommunikation, in einem Abendstudiengang zum Fachwirt in Messe- und Eventmanagement bringen.
Neuer Ausbildungsberuf
Doch der Weg in die Eventorganisation führt nicht zwangsläufig über Universitäten oder Berufsakademien: In dem neuen Ausbildungsberuf des Veranstaltungskaufmanns werden sowohl kaufmännische Fähigkeiten als auch spezielle Kenntnisse für die Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen jeglicher Art vermittelt. Das Spektrum an möglichen Ausbildungsbetrieben ist breit: In Agenturen, ausstellenden Unternehmen oder auch kommunalen Verwaltungen ist ein Einstieg möglich. Parallel dazu bietet auch das IST-Studieninstitut eine betriebliche Ausbildung Eventmanagement an, die mit einer Prüfung der IHK zum Veranstaltungskaufmann abgeschlossen werden kann.
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