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Weinkenner aus Leidenschaft: Andrea Vestri von der Europäischen Sommelier Schule in München weiß, worauf es beim Wein ankommt

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Weiterbildung

"Erklärt Weine mit einfachen und klaren Begriffen"

16. Januar 2016

Herr Vestri, was zeichnet die Europäische SommelierBerufsbezeichnung für Mitarbeiter, der in einem Restaurant den Inhaber und die Gäste hinsichtlich des Weinangebots des Hauses berät.
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Schule aus und was unterscheidet sie von anderen Sommelier-Schulen?

Vestri: Da unsere Schule eine sehr junge Schule ist, legen wir Wert auf einen lockeren Umgang und praxisnahe Inhalte. Bei uns haben die Teilnehmer die Chance in jeder Unterrichtsstunde die verschiedensten Weine der unterschiedlichsten Länder der Welt zu verköstigen und kennenzulernen. Und da unsere Dozenten ebenfalls aus verschiedenen Ländern stammen und über langjährige Erfahrung in der gehobenen Gastronomie verfügen, wird das Wissen mit einem enormen Weitblick an die Schüler weitergegeben.

Wie darf man sich den Ablauf der Ausbildung an der Europäischen Schule vorstellen?

Vestri: Wie an den meisten Sommelier Schulen ist das Programm in drei Levels aufgeteilt. Jedes Level besteht aus zehn Unterrichtstagen mit etwa 35 Stunden sowie einigen Weinkellereibesuchen - ist also recht umfangreich. Am Ende eines jeden Levels müssen die Teilnehmer eine Prüfung ablegen, die es Ihnen erlaubt, nach Bestehen in das nächsthöhere Level aufzusteigen. Nach Level 3, der höchsten Stufen, erfolgt eine Prüfung über den gesamten Stoff der drei Kurse. Wer auch diese erfolgreich meistert, erhält eine anerkannte ZertifizierungVerfahren zur Einhaltung bestimmter Standards für Produkte oder Dienstleistungen.
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zum Sommelier.

Gibt es bestimmte Zielgruppen, die Sie mit dem Kursprogramm ansprechen möchten?

Vestri: Natürlich möchten wir das Wissen jener erweitern, welche ihr tägliches Leben mit Wein und Genuss verbringen. Meistens bilden Gastronomen und Servicekräfte die Zahl der Kursteilnehmer. Wir heißen jedoch auch Privatpersonen willkommen.

Wenn Sie Ihre Absolventen in die Weinwelt entlassen, was geben Sie diesen mit auf ihren Weg?

Vestri: Wir geben unseren Schützlingen in der Regel drei "Weisheiten" mit. Erstens, zeigt Bescheidenheit, denn man lernt im Leben nie aus. Zweitens, probiert und verköstigt alle Weine der Welt. Und Drittens, erklärt die Weine mit einfachen und klaren Begriffen. Unsere "Weisheiten" haben bereits die ersten Früchte getragen: Einer unserer Absolventen wurde erst vor kurzem als Jungsommelier in einem gehobenen Restaurant in Sydney angestellt.

Herr Vestri, was hat Sie dazu bewegt, Ihre persönliche Leidenschaft für Weine mit anderen Weininteressierten zu teilen und die Europäische Sommelier Schule Bayern zu gründen?

Vestri: Vor etwa zwei Jahren hat mir ein Freund, der Gründer der European School for Sommelier Deutschland, die Möglichkeit der Gründung der Europäischen Sommelier Schule Bayern nahegelegt. Ich fand die Idee sofort großartig. Weininteressierten von der harten Arbeit der Winzer zu erzählen, ihnen die Risiken näher zu bringen und vor allem die Leidenschaft für den Genuss zu teilen - was will man mehr?

Angeblich verrät der Weingeschmack viel über eine Person. Was ist Ihr persönlicher Lieblingswein?

Vestri: Ehrlich gesagt, gibt es den nicht. Ich liebe die Vielfalt der Wein und lerne gern immer wieder Neues kennen. Man darf nie still stehen, um die Früchte der Welt zu entdecken.

ZUR PERSON

Der gebürtige Florentiner Andrea Vestri entdeckte bereits mit 25 Jahren seine Wein-Affinität und beschäftigt sich seither mit den besten Weinen der Welt. 2013 folgte dann die Gründung der bayerischen Niederlassung der European School for Sommelier in München. Hier führt er heute mit dem französischen Sommelier und und Geschäftspartner Jean-Jaques Marcel Weinneulinge in die Welt des Genusses und der Weinkunde ein. red/brg


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Glücklich: (von links) Stefanie Dengler, Pascal Schäfer, Horst Gies (Beigeordneter), Jennifer Reisch, Katharina Röder, Markus Reis, Katharina Garella, David Wagner, Steven McAulay-Rössler, Louise Volkert, Michael Heine und Alexander Kohnen
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