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Alles griffbereit: Gesunder Mittagstisch auf die Schnelle ist das Angebot von What the Food.

© Bartbara Goerlich

Fast Casual

Gesundes macht fit und munter

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2016/10 vom 12. März 2016
 Barbara Goerlich

FRANKFURT/M. „What the heck“ ist eine weit verbreitete Redewendung im englischen Sprachraum. Mit „Was zum Kuckuck“ lässt sich halt vieles ausrücken. Das dachten sich wohl auch Nina Rümmele und Ekaterina Bozoukova, als sie ihr Edel-Bio-Lokal mit Imbiss „What the Food“ nannten, was frei übersetzt „Was gibt’s zu essen“ heißen könnte. Wo zuvor sieben Jahre lang die Bagel Brothers ihre kalorienreichen Speisen verkauften, hat im Sommer 2015 What the Food eröffnet.

Auch in der Mittagspause gesund, frisch und ausgewogen zu essen, ist nicht immer und überall einfach umsetzbar. Mit ihrem „What the Food“-Konzept wollen die Erfinderinnen den Fast-Casual-Markt umkrempeln und Deutschlands hungrige Bürowelt mit gutem und gesundem Essen versorgen. In bester Lage an der Kaiserstraße ist im Sommer ein buntes Lokal mit einsehbarer Küche und langer Selbstbedienungs- und Bestelltheke entstanden. Innen gibt es 40, außen 25 Sitzplätze.

Frisches für die Mittagspause

Die beiden Gründerinnen sind beste Freundinnen, haben sich beim Masterstudium kennengelernt und sofort gemerkt, dass die Chemie zwischen ihnen stimmte. Die Idee der gemeinsamen Selbstständigkeit lag da geradezu nahe. Bei Planung und Umsetzung überließen die beiden – Unternehmensberaterin die eine, Investmentbankerin die andere – nichts dem Zufall: Sie gingen mit Spezialisten ans Werk. Denn bereits vor Eröffnung des ersten Betriebs stand fest, dass das Konzept in Serie gehen soll. Die Gründerinnen haben das Unternehmen Branding-Cuisine engagiert, das Branding, Markenlaunch und Marketing verantwortete. Finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung kam von den Food Angels – ein Experten-Netzwerk aus den Bereichen Lebensmittel, Unternehmertum, Wirtschafts- und Transaktionsrecht, das spannende Food-Start-ups mit Kapital und Wissen fördert. Die Food Angels investieren bevorzugt in junge Food-Unternehmen, die sich noch in der Produktentwicklung befinden oder mit bereits marktreifen Produkten in den Markt starten.

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Das Interior Design von What the Food stammt von professioneller Hand: Knallgrau aus Bad Soden stellte helle Holztische und bunte Metallstühle vor dunkelgraue Wände und bemalte eine „Signature-Wand“ – wie man sie unter anderem von Vapiano kennt – mit Obst- und Gemüse. Die Wand soll wiederkehrendes Element in allen Filialen sein, die Rümmele und Bozoukova noch eröffnen wollen.

Das kulinarische Angebot haben Gastroberater Christian Senff, der aus der seiner Zeit als Küchenchef der Frankfurter Genussakademie bekannt ist, und eine Ernährungsberaterin konzipiert. Ob Low carb, vegan, vegetarisch, mit Fleisch oder Fisch, to go oder zum dort essen – für jeden ist etwas dabei. „Die typischen Kalorienfallen versuchen wir zu vermeiden“, betonen die Gründerinnen. Selbst süße Speisen halten sie relativ gesund. „Das heißt zwar nicht, dass wir auf Fett, Zucker und Sahne komplett verzichten, aber wir versuchen, es so gering wie möglich zu halten.“

Marktforschung vorab

Die Gerichte tragen putzige Kunstnamen wie „Zoodle Caroodle Dream" (7,95 Euro): ein veganes Gericht aus Salat, Süßkartoffeln und Karotten-Zucchini-Spaghetti. Ein Salat heißt „Hecke mit Quinoa“ (8,95 Euro) und besteht aus Quinoa mit Avocado, Tomate, Feta, Basilikum, Senf, Honig und Zitrone. „Beef Explosion“ (3,95 Euro) nennt sich ein Sandwich aus Kräuterbrot, Roastbeef, Kräuteraufstrich, Eisbergsalat, Tomate und Gurke. Zum Frühstück gibt es Müslis wie „What the Bircher“, Porridge, Joghurts, Eierspeisen, Brot, Gebäck und natürlich die bei sportiven Büromenschen so angesagten Smoothies. Mango Tango etwa besteht aus Spinat, Mango, Melone und Kokoswasser. „Nach gut einem Jahr Research haben wir gemerkt, dass der Trend, gesund zu essen, vor allem im Fast-Casual-Bereich nicht nur noch ein Nischenmarkt ist, sondern mittlerweile wirklich viel Publikum anzieht.“ Daher haben sie das Konzept „verschärft, diskutiert und angepasst“ und den Businessplan geschrieben. Hier bemerkten die beiden, dass sie einen Gastro-Experten mit im Boot haben müssen und dass es „sehr von Vorteil“ ist, sich mit einer Agentur über Logoein Markenelement in Bildoder Schriftform , wobei zwischen Wortbildmarken/ Schriftlogos , Bildmarken/Bildlogos und Emblemen/Charakteren unterschieden werden kann.
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und Namen zu beraten.

Energie, Geist oder Herz

Über Inhaltsstoffe, Herkunft der Zutaten und Nährwerte wird auf Wunsch gern informiert. Alle Gerichte sind mit kleinen Symbolen versehen, die den Gästen als Entscheidungshilfe dienen sollen, ob sie Energie liefern, für klaren Geist sorgen oder ein gesundes Herz fördern sollen. Immerhin sind die Inhaberinnen mit dem Vorsatz angetreten, ihre Kunden „spielerisch zu bilden“. Sie sind überzeugt, dass ein Angebot wie ihres, gesunde Ernährung durch ein Convenience-basiertes Gastro-Konzept in den Alltag einzubauen, in Deutschland noch fehlt. Die Bewertungen auf Facebook und Yelp, bei denen am Anfang öfter „zu kleine Portionen“ bemängelt wurden, sind inzwischen meist begeisterten Kommentaren gewichen. Barbara Goerlich


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