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Karriereziele für 2016: Deutsche Arbeitnehmer wünschen sich unter anderem mehr Wertschätzung für ihre Arbeit

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Studie

Jeder dritte Deutsche möchte nach Dienstschluss besser abschalten können

10. Januar 2016

ESCHBORN. Mehr Gelassenheit und eine stärkere Abgrenzung zwischen Beruflichem und Privatem sind die Top-Ziele der deutschen für das kommende Jahr 2016. Mehr als ein Drittel der Deutschen haben sich zum Ziel gesetzt, nach Feierabend besser abzuschalten, um sich ihrem Privatleben widmen zu können. Mehr Gelassenheit im Job nehmen sich 32 Prozent vor. Zu diesen Ergebnissen kommt die „Karriereziele 2016“ des Personaldienstleisters ManpowerGroup Deutschland.

Auf Platz drei der guten Karrierevorsätze folgt eine erstaunlich ehrgeizige Antwort: 17 Prozent haben sich selbst zum Ziel gesetzt, effizienter zu arbeiten. „Die zunehmende Komplexität am Arbeitsplatz erfordert neue und effizientere Arbeitsweisen. Mitarbeiter erkennen, dass sie mit Hilfe von Flexibilität und neuen Technologien ihre Arbeit besser erledigen können, ohne dafür das Privatleben zu opfern”, sagt , Vorsitzender der GeschäftsführungDas leitende natürliche Organ einer juristischen Person .
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der Group Deutschland. Wunschlos glücklich und ohne gute Karrierevorsätze ist nur noch etwa jeder zehnte Deutsche (11%). Das waren vor drei Jahren noch 19 Prozent. Die Ansprüche der Arbeitnehmer an ihr Arbeitsumfeld und ihre berufliche Entwicklung sind gestiegen. Einen Jobwechsel zu einem neuen Arbeitgeber planen wie in den Vorjahren 15 Prozent der Befragten. Innerhalb des Unternehmens wollen weitere 5 Prozent die Position wechseln.

To-do-Liste für Arbeitgeber

An den Arbeitgeber stellen die Bundesbürger ebenfalls Forderungen: 45 Prozent fordern mehr Gehalt. Dieser Anteil ist innerhalb eines Jahres um 6 Prozentpunkte gesunken. „Das Gehalt ist nicht mehr das Maß aller Dinge, es zählen viele weitere Faktoren“, sagt Brune. So wünscht sich jeder vierte Angestellte mehr Wertschätzung für seine Leistungen. 20 Prozent würden ihre Arbeitszeit gern selbstständig einteilen dürfen. Gesunken sind die Wünsche, vielseitigere Aufgaben zu erhalten (17% im Vergleich zu 21% im Vorjahr) sowie mehr Verantwortung übertragen zu bekommen (9%, vorher 14%). „Zu mehr Leistungen sind die Arbeitnehmer nur bereit, wenn das Gesamtpaket stimmt und sie in ihrer Entwicklung gefördert werden“, sagt Herwarth Brune. So wünschen sich 18 Prozent der Angestellten, ihre Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern, 13 Prozent wollen mehr IT-Know-how erwerben und 9 Prozent haben Interesse an einem Coaching in sozialen Kompetenzen. „Wünsche nach Qualifizierung sollten die Arbeitgeber erfüllen, zum Beispiel auch mit Kooperationspartnern", rät Brune. "Für Unternehmen gibt es doch nichts Besseres als motivierte Mitarbeiter, die ihre Fähigkeiten erweitern."

Die Top 15 der für 2016 auf einen Blick:

1. Nach Feierabend besser abschalten (36%)

2. Die Arbeit lockerer sehen (32%)

3. Effizienter arbeiten (17%)

4. Weniger arbeiten, z.B. Stunden reduzieren, um mehr Freizeit zu haben (15%)

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5. Sich bei einem anderen Arbeitgeber bewerben (15%)

6. Besser mit den Kollegen zusammenarbeiten (12%)

7. Die eigenen Kompetenzen selbstbewusster präsentieren (12%)

8. Sich stärker im Job engagieren (11%)

9. Mehr Zeit in die investieren (10%)

10. Studium oder Ausbildung beginnen bzw. fortzuführen (10%)

11. Mehr Networking zu betreiben (9%)

12. Weiterbildung bzw. neben dem Job weiterzubilden (9%)

13. Um eine Beförderung bemühen (7%)

14. Berufliche Auszeit / Sabbatical zu nehmen (5%)

15. Innerhalb des Unternehmens Position wechseln (5%)

Die Studie „Karriereziele 2016“ basiert auf einer Online-Befragung unter rund 1000 Deutschen ab 18 Jahren. Sie wurde im Auftrag der ManpowerGroup Deutschland im November 2015 durchgeführt. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. red/brg


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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Dieter van Acken, Ahaus
Dieter van Acken, Ahaus

11.01.2016 um 16:35

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Um die zunehmende Komplexität am Arbeitsplatz in den Griff zu bekommen bieten neuen Technologien und insbesondere die Digitalisierung von Prozessen enorme Chancen. Damit lassen Routineabläufe einfach abbilden und automatisieren und Kundenwünsche schnell erkennen und befriedigen.

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