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Was macht Arbeitgeberattraktivität aus? Die Antwort darauf fällt je nach Alter und Geschlecht verschieden aus

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Arbeitgeberattraktivität

Nicht in die „Beschleunigungsfalle“ tappen!

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2016/7 vom 20. Februar 2016
von

Konstanz/St. Gallen. zahlt sich wirtschaftlich aus. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Top-Job-Trendstudie „Arbeitgeberattraktivität von innen betrachtet - eine Geschlechter- und Generationenfrage“ des Zentrums für Arbeitgeberattraktivität (zeag) in Konstanz.

In Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen wurden dafür die Befragungsergebnisse von mehr als 16.000 Mitarbeitern aus 96 mittelständischen Unternehmen ausgewertet. Die vorhandenen Mitarbeiter zu motivieren und zu binden, sei, so die Wissenschaftler, mindestens so wichtig, wie die Attraktivität für neue Mitarbeiter zu forcieren. Und nur mit dieser Kenntnis könne man sie erfolgreich gewinnen.

Das steckt hinter der Beschleunigungsfalle

Ermittelt wurden zudem die schlimmsten Attraktivitätskiller und die besten Attraktivitätsförderer. Danach führt die Beschleunigungsfalle – zu viele Aufgaben in zu kurzer Zeit mit zu wenig RessourcenProduktionsfaktoren , die somit die Basis für einen Wettbewerbsvorteil darstellen können.
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, Mehrfachbelastung durch eine Vielzahl verschiedener Aufgaben, außergewöhnliche Belastung als Dauerzustand – die Liste der Attraktivitätskiller an. Weitere bedeutende Negativpunkte sind für Mitarbeiter Zentralisierung als Ergebnis ausgeprägter und starrer Hierarchien sowie ungleiche Behandlung aufgrund des Alters.

Als wichtigster Attraktivitätsförderer gilt das interne Unternehmertum, also ein Management, das Mitarbeiter ermutigt, neue Ideen zu entwickeln und damit berechenbare Risiken einzugehen. Auf Position zwei und drei rangieren eine Kultur des Vertrauens und die Familienorientierung zur Vereinbarkeit von und Privatleben.

Die Geschlechter machen Unterschiede

Im Rahmen der Rankings zeigten sich graduelle Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Für Männer ist Vertrauen der wichtigste Förderer von Arbeitgeberattraktivität, gefolgt von der Familienorientierung und dem Wunsch nach angenehmer Energie und gesunder Führung. Den stärksten negativen Effekt hat für sie die Zentralisierung, die starre Hierarchie.

Für Frauen ist vor allem eine gute, aktive Führung entscheidend, die ergebnisorientiert und inspirierend ist und die Lernmöglichkeiten bietet. Attraktivitätskiller Nummer eins ist bei ihnen die Beschleunigungsfalle.

In der Ära des Fachkräftemangels kommt einem Generationencheck besondere Bedeutung zu. Generationenübergreifend zeigt die , dass sowohl die Generation X – Jahrgänge 1965 bis 1980 – als auch die – Jahrgänge 1981 bis 1999 – „geradezu allergisch“ auf die Beschleunigungsfalle reagieren. Darüber hinaus hat die Generation X bei den Attraktivitätsförderern die gleichen Favoriten wie die Gruppe der Männer, während die Generation Y ähnlich wie die Gruppe der Frauen besonders großen Wert auf gute Mitarbeiterführung und Lerngelegenheiten am Arbeitsplatz legt (Seite 31). rie

Die Studie ist kostenfrei erhältlich auf www.topjob.de


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