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Vielen Arbeitnehmern graut davor: Mitarbeitergespräche können aber auch Chancen eröffnen

© PetraD/Colourbox.de

Personalführung

So werden Mitarbeitergespräche echte Frühwarnsysteme

22. Januar 2016

HANAU. Qualifiziertes PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
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für den Betrieb zu gewinnen, aber vor allem auch die eigenen Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden - vor dieser Herausforderung steht die Hotellerie und Gastronomie. Dabei stellen die Mitarbeiter jedoch auch immer größere Anforderungen an den Arbeitgeber.

„Mitarbeiter verliert man schnell, da vor allem die Generation Y gewisse Ansprüche an das Unternehmen stellt", weiß vom Beratungsunternehmen . Außer einer ausgeglichenen Work-Life-BalanceThematisiert das ausgewogene Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit, welches für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter und ihrer Familien von großer Bedeutung ist.
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und entsprechenden Entwicklungsmöglichkeiten sei das der Drang, stets etwas Neues lernen zu wollen, so der Experte für Personal- und Unternehmensentwicklung weiter. "Man muss das erspüren", sagt Patter. "Bei dem Mitarbeiter daher ruhig gezielt nachfragen und Lösungen anbieten. Mitarbeitergespräche sind hier eine ideale Plattformen, um beispielsweise Situationen zu vermeiden, bei denen der Mitarbeiter das Unternehmen einfach frustriert verlässt.“

Neue Zielsetzungen erarbeiten

Arbeitnehmer legen heute vor allem Wert auf eine objektive Beurteilung ihrer täglichen Arbeit, so der Berater. In einem effektiven sollte daher nicht nur FeedbackJede Art von Rückmeldung, die anzeigt, ob eine andere Person ein bestimmtes Verhalten oder eine sprachliche Äußerung verstanden hat und darauf reagiert.
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über die Leistungen gegeben, sondern auch die Chance genutzt werden, gemeinsam neue Zielsetzungen zu erarbeiten. Dazu gehört auch eine qualifizierte Analyse des Mitarbeiterpotenzials. Diese dient als Orientierungshilfe für die künftigen Karrierechancen. Oder es stellt sich gar heraus, dass der Mitarbeiter gar nicht die Ambition hat, in der vertikalen Struktur voranzukommen, sondern sich innerhalb von Projekten - also horizontal - weiterqualifizieren möchte.

Für die Vorgesetzten innerhalb einer Arbeitsbeziehung ist die Beurteilung von Mitarbeitern eine permanente Aufgabe. Daher empfiehlt Bernhard Patter, die Mitarbeitergespräche zwei Mal im Jahr durchzuführen: „So werden diese Gespräche echte Frühwarnsysteme. Veränderungen können rechtzeitig erkannt werden. Denn ein guter Manager hat die Eigenschaft, in solchen Situationen zu agieren und nicht zu reagieren. Ich kann nur an alle Verantwortlichen appellieren, sich diese Zeit zu nehmen und seinen Mitarbeitern vor allem gut zuzuhören.“

Mitarbeitergespräche sollten positiv enden

Ein weiterer Tipp des Beraters: Mitarbeitergespräche sollten grundsätzlich positiv enden. Denn ein Angriffsgespräch, welches in einen Konflikt ausartet, sei selten zielführend. Das Mitarbeitergespräch darf neben Lob durchaus angebrachten Tadel enthalten. Hier hilft auch ein Abgleich von Fremd- und Selbsteinschätzung. Gerade junge Mitarbeiter unterschätzen oder überschätzen sich stark, weiß Patter. Sie verlangen jedoch gleichzeitig ein offenes Feedback.

Allgemein ist es empfehlenswert, das anstehende Gespräch gründlich vorzubereiten. Das Mitarbeitergespräch sollte in die drei Stufen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung aufgeteilt werden. Zu der Vorbereitung zählt neben der Einladung oder der Zusammenstellung von Unterlagen vor allem ein konkreter Maßnahmen- und Zeitplan. Nach der Durchführung erfolgt schließlich die Nachbereitung des Gesprächs. Mit Hilfe eines Aktionsplanes lassen sich beispielsweise geplante Zielsetzungen und zukünftige Schulungen festhalten. red/brg


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