Anzeige

AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Suche in 54.935 aktuellen Stellenangeboten:

Doppelspitze im Berliner Westin Grand Hotel: Gabriele Maessen leitet seit Mitte Februar 2006 zusammen mit ihrem gleichberechtigten Kollegen Rainer Bangert das 5-Sterne-Haus in Berlin Mitte. Die Wienerin, die vom „Adlon“ ins „Westin“ wech

Persönliches

„Berlins Potenziale sind nicht ausgereizt“

Gabriele Maessen teilt sich die Direktorenstelle im Westin Grand Hotel mit Rainer Bangert / Vorfreude auf die Fußballweltmeisterschaft

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/19 vom 13. Mai 2006

Sie ist Wienerin. Ihr Dialekt ist so unüberhörbar wie charmant. Ungewöhnlicher aber ist ihre Position. Vollzeit im Einsatz, ist Gabriele Maessen sozusagen eine halbe Hoteldirektorin. Die andere Hälfte ist Rainer Bangert. Zusammen sind sie die neue Doppelspitze im Westin Grand – das ist bislang einmalig bei den Starwood Hotels & Resorts, zu der die Westin Hotels gehören. Vorgänger Ralph Goetzmann ist als General Manager in das noch im Umbau befindliche Hotel Radisson SAS in Leipzig gewechselt, das demnächst eröffnet.

Die Amtsteilung fußt auf klarer Aufgabenteilung, die Partner sind gleichberechtigt. Als Business Development Managerin ist Gabriele Maessen für Reservierung, Bankettverkauf, Marketing, Public Relations, Frontoffice sowie Housekeeping zuständig. Operations Manager Bangert, ein gebürtiger Baden-Württemberger, arbeitete zuletzt als Resident Manager im Crown Plaza in Prag und als stellvertretender Direktor im Holiday Inn und Hilton in Karlsruhe. Im Westin Grand unterstehen ihm nun die Wirtschaftsabteilung (Food & Beverage) mit den Restaurants, einem Veranstaltungsbereich für bis zu 1000 Personen und der Technikabteilung. „Wir sind grundverschieden“, sagt Gabriele Maessen: „Ich bin sozusagen draußen vor Ort, Rainer Bangert ist der Macher hinter den Kulissen. Er sorgt dafür, dass alles funktioniert und umgesetzt wird.“

Seit Mitte Februar ist die Österreicherin für das Westin Grand tätig. Eine Neu-Berlinerin ist sie damit nicht, hat sie doch die letzten zwei Jahre im Adlon als Director Business Development gearbeitet. Der Verkauf ist denn auch ihr Steckenpferd. Nach Hotelpraktika in Wien, Paris und Madrid – dort lernte sie mit dem Ritz ein traditionelles Grandhotel kennen – kam sie Ende der 80er Jahre nach Deutschland, arbeitete im Hilton in Mainz am Frontoffice, dann für den Steigenberger Reservation Service in der Sales-Koordination. „Das war gut, um Verkaufsstrukturen und -strategien kennen zu lernen, ich wollte aber in den aktiven Verkauf“, erinnert sie sich. Was ihr mit ihrer nächsten Station, dem damaligen Grandhotel in Frankfurt am Main, heute ArabellaSheraton, gelang. Nach knapp zwei Jahren dann der Wechsel als Salesmanagerin zum Frankfurter Hof. „Damals reichte der Name Frankfurter Hof aus, um Buchungen zu bekommen“, berichtet die gelernte Touristikkauffrau. Manche Kunden aus dieser Zeit kenne sie bis heute, auch Freundschaften seien in den Frankfurter Tagen entstanden.

Nach sieben Jahren Deutschland kam ein Angebot, das sie nicht ausschlagen konnte. Zurück in ihre Heimatstadt, als Verkaufsleiterin in das gerade eröffnete Privathotel Ana Grand Hotel. Sie blieb fünf Jahre in diesem „wunderschönen Haus“, baute den Verkauf auf und half das Hotel zu positionieren. Gabriele Maessen: „Das war eine sehr aufregende und spannende Zeit.“ Es folgte die Verkaufsleitung Europa für das Mövenpick in Zürich, ein Job, der ob der Struktur des Unternehmens, sowohl Hotellerie als auch Gastronomie zu bedienen, neue Herausforderungen mit sich brachte. In Budapest arbeitete sie anschließend fürs Inter-Continental, bevor es noch einmal nach Wien ging, um sich für die Inter-Continental Hotelgruppe um den Verkauf in Österreich und der Tschechischen Republik zu kümmern. Anfang 2004 kam das Angebot aus dem Adlon; auch ihr Ehemann wechselte damals den Wohnsitz von Wien nach Berlin.

Für die Business Development Managerin kann die deutsche Hauptstadt an Gästezahlen noch kräftig zulegen. Gerade für den Bereich von Conventions und Meetings seien die Potenziale längst nicht ausgereizt, die Stadt nicht bekannt genug und die Hotels nicht klar genug positioniert. Gabriele Maessen: „Ich möchte meinen Kunden Berlin näher bringen“. Viele internationale Gäste auf Europabesuch kämen bis Wien, Prag oder Budapest, die Spreemetropole läge aber oft nicht auf ihrer Reiseroute, so Maessen.

Noch fehlt die Infrastruktur. „Gäste aus Dubai beispielsweise bekommen wir ohne Direktflüge nicht“, sagt sie. Auch gäbe es zu wenige große Events und internationale Messen, eine Fußball-WM – das Westin ist Mannschaftshotel – reiche längst nicht aus. Für den Moment kann die leidenschaftliche Golferin ihren Kunden genug News verkünden. So wurde gerade ein neues Restaurant im Westin eröffnet, das „Lobster House“, wo auf schnelle und frische Fischküche gesetzt wird. Rechtzeitig vor Beginn der Weltmeisterschaft wurden die fünf neuen Spa-Suiten fertiggestellt. Auf die WM freut sich Gabriele Maessen jetzt schon: „Dann kann die Stadt zeigen, was in ihr steckt und die ganze Welt sieht es.“ Uwe Lehmann

Kommentieren Drucken
Auch interessant

Verkaufsleiter bei Convotherm: Werner Jochem

EGLFING Werner Jochem hat im April die Position des Regional-Verkaufsleiters bei Convotherm für die Region Südwest übernommen. mehr...

Weitere Artikel aus Jobs und Mehr vom 13.05.2006 :

Persönliches: Verkaufsleiter bei Convotherm: Werner Jochem (13.05.2006)
Persönliches: Regional Account Manager bei QGD: Martin Blanke (13.05.2006)
Persönliches: Produktmanager bei Blanco: Martin Braun (13.05.2006)
Persönliches: Edgar van Ommen bei Falkensteiner (13.05.2006)
Persönliches: 80 neue Mitarbeiter im Grand Elysée (13.05.2006)
Persönliches: Michael Ciesléwicz neuer Direktor im Grand Elysée (13.05.2006)
Persönliches: Umstrukturierung in der Schörghuber-Gruppe (13.05.2006)

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel