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Job-Offerten zum Durchstarten

Gemütlich geht nicht: Gäste am Flughafen haben es meistens eilig (Foto: pixelio)

STUTTGART/HAMBURG. Jahrelang gab es für die Airlines nur eine Richtung: steil nach oben. Seit mit der Krise die Zahl der Flugreisenden eingebrochen ist, sind auch für die Airport-Gastronomen schwierigere Zeiten angebrochen. Doch die Karriereaussichten vor allem für Systemgastronomen und Restaurantfachleute sind nach wie vor nicht schlecht. Zumal Experten davon ausgehen, dass sich die Turbulenzen am Himmel langfristig wieder legen werden. Mit Fine-Dining-Restaurants und Angeboten wie Sonntagsbrunch versucht die Branche gleichzeitig, zunehmend auch Nichtflieger anzusprechen und sich damit etwas unabhängiger vom Flugverkehr zu machen.

Hohe Standards

Vorteilhaft für Beschäftigung und Karriere in der Flughafengastronomie ist, dass hier fast durchweg Ketten und Global Player anzutreffen sind. Das garantiert hohe Standards, vielfältige Einsatzmöglichkeiten und gute innerbetriebliche Aufstiegschancen. Die C.Wöllhaf Gastro Service GmbH zum Beispiel gehört mit rund 550 Beschäftigten zu den zehn größten Unternehmen der Verkehrsgastronomie in Deutschland. Mit einem breiten Markenportfolio, das vom Sterne-Restaurant bis zur Fastfood-Theke reicht, ist es auf den Flughäfen Berlin Tegel und Schönefeld, Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart vertreten. „Wir haben insgesamt 80 Auszubildende in fünf Berufen“, sagt Christina Maier, als Mitglied der Geschäftsleitung für die Nachwuchsförderung zuständig. Mehr als die Hälfte der Lehrstellen entfällt auf die Systemgastronomen. „Deren Vorteil ist, dass sie breiter aufgestellt sind als Restaurantfachleute“, erklärt Maier. Betriebswirtschaftliches Know-how und die frühe Übertragung von Verantwortung werden bei Wöllhaf denn auch groß geschrieben. „Gerade hatten wir den Fall, dass eine unserer ehemaligen Auszubildenden als Fachfrau für Systemgastronomie ein Jahr nach Ende ihrer Ausbildung die selbstständige Leitung eines unserer Coffee-shops am Flughafen Stuttgart übertragen wurde“, ergänzt die Managerin.

Der durch individuelle Schulungen geförderte berufliche Aufstieg wird ergänzt durch die Chance, zwischen den Marken zu wechseln. Das heißt, wer bei Burger King begonnen hat, kann seine Karriere unter Umständen im Fine-Dining-Restaurant Red Baron fortsetzen.

Chancen im Ausland

Dem, der bei Marché International anheuert, eröffnet sich sogar die Möglichkeit, ins Ausland zu wechseln. Die Kette, zu der unter anderem die Mövenpick Restaurants sowie Cindy's Diner gehören, unterhält Filialen in mehreren europäischern Ländern, in Singapur und demnächst auch in Kanada. Wie sehr Marché gute Leute sucht, lässt sich daran erkennen, dass die fünf besten Azubis mit einem Notenschnitt von 1,3 und besser im dritten Lehrjahr einen Smart vor die Tür gestellt bekommen, den sie inklusive Benzin und aller Kosten bis zum Ende ihrer Ausbildung fahren können.

Fest steht aber auch: Die Flughafengastronomie und -Hotellerie stellt ganz besondere Anforderungen an die Beschäftigten. Neben guten Englischkenntnissen braucht man gute Nerven und Stressresistenz: „Es ist ein Stoßgeschäft und man hat oft mit nervösen Menschen zu tun“, so Christina Maier von Wöllhaf Gastro Service. Und selbstverständlich muss man wegen der sensiblen Sicherheit ein besonders makelloses Führungszeugnis vorlegen. Wer mit all dem keine Probleme hat, dem bieten sich auch in Zukunft gute Chancen, beruflich abzuheben.

Erschienen in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Ausgabe 2009/44, Seite A3
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