Karriere
AHGZ Karrieretag: Einstieg und Aufstieg in der Hotellerie
von Marina Behre
STUTTGART. Welche Einstiegsmöglichkeiten gibt es überhaupt für Hoteldirektoren in spe, und welcher Weg ist für welchen Kandidaten am besten geeignet? Angebote in der Aus- und Weiterbildung im Gastgewerbe standen am Dienstag beim AHGZ Karrieretag im Fokus. Der erste AHGZ Karrieretag bei der Fachmesse Intergastra in Stuttgart brachte den Nachwuchs der Hospitality-Branche mit gestandenen Hoteliers zusammen. Experten aus Ketten- und Privathotellerie aus verschiedenen Fachbereichen gaben nicht nur auf der Bühne Tipps und Einblicke in die Praxis, sondern standen auch im Anschluss in der AHGZ Arena für Fragen und Einzelgespräche zur Verfügung.
Gut besetzt waren nicht nur die Sitzreihen, bis an die Ränder der AHGZ Arena in Halle 4 stand junges Publikum und informierte sich über berufliche Aufstiegschancen. Personalverantwortliche von Unternehmen wie Marché, Steigenberger, Accor und Kentucky Fried Chicken warben persönlich um den Nachwuchs.
"Herzlichkeit und Spaß an der Gastgeberrolle" sind für Andreas Elvers von Steigenberger die wichtigste Voraussetzung für eine Karriere in der Hotellerie. Viele Möglichkeiten biete Accor durch sein Markenportfolio "von null bis fünf Sterne", so Silke Schnitzler. Alexander Aisenbrey vom Hotel Öschberghof brach eine Lanze für die Privathotellerie und stellte das Bildungsprogramm für Mitarbeiter Stars4U vor, das Privathoteliers und Kreuzfahrtlinien gemeinsam aufgelegt haben.
Axel Gruner, Professor an der Hochschule München, stellte die Möglichkeiten einer akademischen Ausbildung dar, die in Nordamerika und Asien heutzutage für Führungskräfte nahezu vorausgesetzt werde, während die geringe Akademisierung in Deutschland international eine Ausnahmeerscheinung sei. Burkhard von Freyberg verglich den Weg zum Unternehmensberater in der Hotellerie mit einer harten, aber auch lohnenden Bergtour. Der jungenhafte Geschäftsführer von Zarges von Freyberg Hotel Consulting brachte das Publikum mit Selbstironie in Bezug auf den eigenen Berufsstand zum Schmunzeln. Ein Consultant, der den Hütehund nicht von den Schafen unterscheiden kann, gibt es wohl im Klischee, aber durchsetzen könnte ein solcher sich kaum.
Patissier Matthias Ludwigs, Monika Hauer vom Hotel Wutzschleife und Eva-Maria Rühle vom DEHOGA Baden-Württemberg informierten über "die schönsten Berufe der Welt", so der Titel des Beitrags von Rühle, Vorsitzende der Fachgruppe Berufsbildung.

