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Business-Knigge: Herr Meier?

Von Nandine Meyden

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/25 vom 19. Juni 2010

„Ich bin der Herr Meier!“ Eine wunderbare Methode, den ersten Eindruck zu verpatzen. Erstens klingt es hölzern, zweitens galt früher mal, dass andere entscheiden, ob es sich um einen Herrn oder „nur“ einen Mann handelt – nur nicht die betreffende Person selbst. Etwas anders liegt der Fall bei Frauen. Hier gab es einst echte Statusunterschiede – die verheiratete „Frau“ rangierte vor dem unverheirateten „Fräulein“.

Von beidem sind wir heute weit entfernt. Schon deshalb wirkt die besagte Nomenklatur recht altbacken. Nennen Sie deshalb beim Vorstellen einfach ihren Vor- und Nachnamen. Das wirkt freundlicher und offener. Zudem zeigen Studien, dass sich der Gesprächspartner den Namen dann besser merken kann. Es heißt also: „Guten Tag, ich bin Hans Kleber“. Aber bitte nicht „Kleber, Hans Kleber“. Das wirkt wie eine billige James-Bond-Imitation.

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