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Harmoniesuchend: Inge Struckmeier hat die Bedürfnisse der Mitglieder stets vor Augen Foto: Hotel

Menschen

Die Geschickte

Inge Struckmeier ist Geschäftsführerin der Romantik Hotels & Resorts. Die bunte Mischung individueller Unternehmer lässt sich seit rund acht Jahren von ihrer ruhigen Hand lenken

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/17 vom 26. April 2008

Wer sich der Zentrale der Romantik Hotels in Frankfurt-Niederrad nähert, ist erstaunt: In diesem zweckmäßigen, gesichtslosen Bürogebäude residiert eine Kooperation historischer Häuser, deren Betriebe sich durch Individualität und Service auszeichnen?

Gründlich und strukturiert

Doch hat man die Büroetage erst einmal betreten, in der Inge Struckmeier und ihr Team arbeiten, ist dieser Gedanke schnell verworfen. Modern und zweckmäßig, aber auf gar keinen Fall kühl. Mit vielen natürlichen Materialien und Farben sind die Räume der Romantik-Zentrale erst vor Kurzem neu gestaltet worden. Sie spiegeln dabei auch einen Teil der Persönlichkeit von Inge Struckmeier wider: Sie ist für eine Frau in ihrer Position erstaunlich bescheiden, sucht in ihrem Umfeld Harmonie und möchte, dass sich ihre Mitarbeiter und Gäste wohlfühlen. Ergänzt mit ihrer gründlichen und strukturierten Arbeitsweise, bringt Inge Struckmeier die besten Voraussetzungen für die Kooperations-Arbeit mit. „Ich arbeite gern, bin engagiert und verantwortungsbewusst. Menschliche Qualität ist für mich wichtiger als Floskeln, Titel und laute Auftritte“, sagt sie.

Die Aussicht auf selbstständiges Arbeiten und Eigenverantwortung zog Inge Struckmeier vor rund acht Jahren aus Karlsruhe nach Karlstein, wo das Büro der Romantiker ursprünglich lag. Die Direktorin des Renaissance Hotels Karlsruhe wechselte als Geschäftsführerin in die Zentrale der Romantik Hotels, weil sie dort ihr Know-how aus Marketing, Vertrieb, Verwaltung und Finanzplanung direkt umsetzen konnte. „Ich leiste sehr gerne Pionier-Arbeit“, erläutert Inge Struckmeier. „Die Pre-Opening-Phasen in den Hotels haben mir immer sehr viel Spaß gemacht.“

Hinzu kommt: Inge Struckmeier schätzt die Leistungen der Romantik-Hoteliers. „Das sind alles Unternehmerpersönlichkeiten, die ihre Betriebe weitsichtig führen, Mut zum Risiko und zur Veränderung haben, dabei nie ihre Wurzeln vergessen und die Familientraditionen pflegen. Im Konzernbereich sind Menschen und deren Positionen austauschbar. Ein Romantik-Hotelier und sein Produkt stellen eine untrennbare Einheit dar“, betont sie.

Von der Stärke des Markennamens Romantik ist Struckmeier überzeugt: „Romantik ist Emotionalität und Zeitgeist. In der heutigen Schnelllebigkeit und Reizüberflutung stellt sie einen Gegenpol da. Alle reden von Individualisierung und Werten. Jedes unserer Häuser war schon immer durch Individualität und ein authentisches Lebensgefühl gekennzeichnet.“

Das spiegelt sich auch in den Angeboten der Häuser wider, die die Romantik-Zentrale beim Marketing unterstützt. Oft teilt der Hotelier seine Leidenschaft mit seinen Gästen, wodurch besondere, nicht beliebig austauschbare Attraktionen entstehen: Kräuterwanderungen in den Schweizer Alpen, Käseherstellung, Frühstücken, wo die Produkte erzeugt werden, gesammelte Kunstwerke und Ausstellungen.

Lebendigkeit erhalten

„Ansonsten sehe ich die Aufgabe unsere Zentrale als eine Art Katalysator“, sagt Inge Struckmeier. „Wir bilden auf der einen Seite eine Servicestelle für unsere Hotels, auf der anderen Seite vertreten wir die Häuser nach außen bei den Kooperationspartnern, Kunden und Zulieferern und erfüllen damit die Hauptaufgabe der Dachmarke: die Vermarktung.“ In den vergangenen Jahren wurde bei Romantik stark am technischen Profil und an den Datenbanken gearbeitet. Zielsetzung war dabei die intensivere Zusammenarbeit im Bereich Kundenloyalisierung. Welche Ziele hat Inge Struckmeier sich für Romantik noch gesetzt? „Als Dachorganisation sollte man Wege aufzeigen und Dinge vorleben, aber auch dafür sorgen, dass die Lebendigkeit der Gruppe erhalten bleibt. Es ist wichtig, durch Veränderungen eine Weiterentwicklung zu initiieren, die den einzelnen Betrieben zugute kommt“, sagt sie diplomatisch. Susanne Stauß

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