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Ausbildung

Durchstarten mit Events

Erfolgreicher Schulversuch / Fachschule für Veranstaltungs- und Eventmanagement verbindet Organisation und Catering

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/16 vom 19. April 2008
von

LUDWIGSHAFEN. Großes Potenzial sieht Schulleiter Walter Lautwein in dem neuen Bildungsgang der BBS Ludwigshafen. „Gerade in der mittleren Führungsebene, die mit unserer zweijährigen Ausbildung abgeschlossen wird, eröffnen sich in der Metropolregion Rhein-Neckar sehr gute Berufschancen“, so Lautwein. Veranstaltungen und Events wie Kongresse, Messen und Tagungen, Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Marketingevents und Incentive-Veranstaltungen seien ein Bereich mit starkem Wachstum. Unternehmen, die in diesem Tätigkeitsfeld operieren, hätten bislang kaum Möglichkeiten, gut ausgebildete Mitarbeiter zu bekommen.

Lautwein hat vor knapp zwei Jahren die Kommandobrücke der BBS übernommen. Zu Beginn des Schuljahrs 2007/2008 startete an der Berufsbildenden Schule BBS Technik II in Ludwigshafen der neue Bildungsgang „Fachschule für Veranstaltungs- und Eventmanagement“. Bundesweit bestand keine schulische Einrichtung, die eine entsprechende Spezialisierung anbietet. Die Ludwigshafener Schulleitung und ihre Fachlehrer starteten deshalb eine Initiative, die Weiterqualifizierung als neuen Bildungsgang einzuführen – und das Land stimmte im Rahmen eines Schulversuchs zu.

Spezialisten werden gesucht

Die Palette umfasst 15 Module. „Neben den fachübergreifenden Grundlagen der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre wird von den Lehrern das Projektmanagement für Veranstaltungen in den Vordergrund gestellt“, so Andreas Frank, Absolvent der Pilotklasse. Sein Ziel ist, neben dem Abschluss als „Staatlich geprüfter Betriebswirt Fachrichtung Veranstaltungs- und Eventmanagement“, später größere Messen und Konzerte zu veranstalten. Die Beherrschung der Mittel und Methoden des Projektmanagements wird Frank zufolge ebenso gelehrt wie die dazu gehörigen Sozialkompetenzen, etwa die Leitung von Projektteams.

„An unserer Schule werden bereits 800 Schüler aus dem Gastronomiebereich unterrichtet. Die Fachschule bietet sich mit ihrem Bildungsangebot als ideale Ergänzung an“, so Lautwein. Sie führt als Zielsetzung zu berufsqualifizierenden Abschlüssen, Teilqualifikationen der beruflichen Fortbildung sowie zur Fachhochschulreife in Rheinland-Pfalz (mit Zusatzunterricht deutschlandweit gültig).

„Wir wollen mit der Fachschule dazu beitragen, dass die Zahl gut qualifizierter Nachwuchskräfte in Zukunftsberufen weiter zunimmt“, sagt Renate Brunecker, Leiterin der Fachschule. Sie führe mit einem sechsmonatigen Praktikum zur allgemeinen Studienberechtigung an Fachhochschulen. Der schulische Teil sei durch den zweijährigen Bildungsgang erworben.

„Für mich als ausgebildete Restaurantfachfrau bietet die Fachschule eine tolle Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeit“, sagt Absolventin Kerstin Dworschak. Klassenkollege Thomas Külen möchte nach dem Abschluss große Veranstaltungen planen, am liebsten für die Automobilbranche. Der junge Mann, von der Ausbildung her Hotelfachmann, weiß genau: „Wer ganz oben mitspielen will, der muss eine gute Ausbildung haben und immer am Ball bleiben.“

Schwerpunkt Catering

Eine Besonderheit ist die Verknüpfung von Veranstaltungsmanagement mit dem Wissen über die Durchführung eines adäquaten Caterings. „Da ein gut funktionierendes Catering in aller Regel der Schlüssel zum Erfolg einer Veranstaltung ist, wird dieser Bereich besonders gewichtet“, sagt Lehrerin Barbara Jantzon.

Bildungsministerin Doris Ahnen lobt die neue Ausbildung: „Auch der Schritt in die gastgewerbliche Selbstständigkeit ist vor diesem Hintergrund eine Option.“ Anmeldeschluss für das neue Schuljahr ist der 1. Juni. Anmeldeformulare sowie Informationen gibt es auf der Homepage als Download www.t2.bbslu.de ). Heinz Feller

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