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Selbstversuch: Positive Erinnerungen verbessern die persönliche Stimmung und steigern die LeistungFoto: Colourbox

Management

Karriere: Gute Laune ausstrahlen

Durchläuft das Engagemant ein Form-Tief, müssen sich die Mitarbeiter selbst motivieren

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/12 vom 22. März 2008

Blättert man in den zahlreichen Selbstmanagement-Büchern für Berufstätige, dann fällt eines auf: Sie befassen sich kaum mit dem Thema der Selbstmotivation. Meist wird vorausgesetzt, dass die Leser in ihrem Job aufgehen. Und dies zurecht. Denn wer in Unternehmen eine Schlüsselposition besetzt, muss sich mit seiner Arbeit identifizieren. Tut er es nicht, hat er den falschen Job. Dies gilt auch für Verkäufer.

Trotzdem kennen auch Vollblut-Verkäufer Tage und Phasen, in denen es ihnen schwer fällt, das gewohnte Engagement zu zeigen. Also stehen auch sie immer wieder vor der Herausforderung, sich zu motivieren. Einen Lösungsansatz bietet die Erkenntnis, dass Gefühle unsere Gedanken widerspiegeln. Denkt ein Verkäufer vor einem Kundengespräch, dass es verlorene Zeit sei, weil der Kunde sich bereits beim letzten Mal endlos beraten ließ und dann doch nichts gekauft hat, stellen sich bei dem Verkäufer auch die entsprechenden negativen Gefühle ein. Die Folge ist dann, dass er unmotiviert in das Gespräch geht. Oft werden dann aus solchen Gedanken sich selbst erfüllende Prophezeiungen. Denn es gilt: So wie wir uns fühlen, so verhalten wir uns, da unsere Körpersprache unsere negativen Gefühle widerspiegelt.

Umgekehrt gilt: Indem wir unsere Gedanken positiv verändern, können wir unseren Erfolg beeinflussen und steigern.

Wenn ein Verkäufer sich scheut, einen bekanntermaßen unangenehmen Kunden anzusprechen, kann er sich als Hilfe überlegen: „Vielleicht hatte der Kunde beim letzten Mal nur einen schlechten Tag.“ Und schon geht er zuversichtlicher ins Gespräch, was einen möglichen Erfolg wahrscheinlicher macht.

Wenn wir allerdings ausgepowert sind, benötigen wir eine Reihe von bestimmten Tricks, um uns in eine bessere Stimmung zu versetzen: Manchmal genügt es schon, wenn wir einige Minuten lang Grimassen schneiden. In diesem Augenblick kommen wir auf andere Gedanken und gehen relaxter an neue Aufgaben heran. Vor schwierigen Aufgaben ist es noch wirkungsvoller, wenn wir an eine Situation denken, in der wir rundum zufrieden und mit uns eins waren, und gedanklich nochmals die Gefühle durchleben, die wir dabei empfanden.

So einfach obige Tipps klingen mögen, für unseren beruflichen Erfolg sind sie wichtig. Denn wenn wir Aufgaben gelassen und selbstbewusst angehen, strahlen wir Souveränität aus. Das macht uns für unsere Partner interessanter und fachlich attraktiver, weil wir dann auch zielsicherer agieren. Folglich sind sie eher bereit, uns zu vertrauen. Ingo Vogel

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