Köpfe und Karrieren
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Branche verzeichnet zunehmende Akademisierung / Masterstudiengänge auch für Quereinsteiger
STUTTGART. Der klassische Berufseinstieg in die Tourismuswirtschaft ist noch immer die Ausbildung. Mit dieser Grundqualifikation ausgestattet starten jedes Jahr zahlreiche junge Leute ins touristische Berufsleben und können ganz schön weit kommen – manchmal bis zum Hoteldirektor oder Marketingchef. Meist ist die Karriereleiter jedoch beim Abteilungsleiterposten zu Ende. In der Branche ist daher in den vergangenen Jahren die Nachfrage nach akademischen Qualifizierungen gestiegen.
„Viele merken nach einigen Jahren der Praxis, dass ihnen für die mittlere und obere Managementebene Fachwissen fehlt“, so die Beobachtung von Sören Hartmann, Geschäftsführer Robinson Club GmbH Deutschland. „Der Trend geht heute in Richtung zusätzlicher akademischer Qualifizierung.“ Für ein Studium die Stelle aufzugeben ist jedoch ein großer Schritt, vor dem viele zurückschrecken.
Dennoch: Die Nachfrage nach akademischer Qualifizierung in der Tourismusbranche steigt. Besonders begehrt sind die seltenen berufsbegleitenden Studienangebote, die es Praktikern erlauben, sich für höhere Positionen zu qualifizieren.
Ein Beispiel ist das berufsbegleitende Studium zum Master in Tourism Management oder Hospitality Management. Beide Studiengänge sind auf die Anforderungen von aktiven Touristikern zugeschnitten. Oft wird das Studium in Kooperation mit ausländischen Universitäten durchgeführt. In drei Semestern findet der Unterricht an jeweils einem Wochenende im Monat statt. Der Rest wird im Heimstudium bewältigt. Im vierten Semester wird eine Masterthesis ausgearbeitet. Das englischsprachige Studium mit dem national und international anerkannten Abschluss erfüllt alle Kriterien, die die weltweit agierende Branche heute von ihren Top-Mitarbeitern erwartet.
„Ich kann nur Positives über das Master-Studium berichten“, so Gabriele Maessen, Chefin des renommierten Westin Grand in Berlin. „Ich bekomme viele Anregungen für die tägliche Arbeit und kann praxisrelevante Fragen direkt mit den Fachleuten diskutieren. Das ist auch für eine gestandene Touristik-Fachfrau mit vielen Jahren Erfahrung eine sehr anregende Weiterentwicklung, die ich nur empfehlen kann.“
Robert Wetterauer



