Marktdaten
Kein Platz für Schwarzseher
Stuttgart. Unter Deutschland Gastronomen gibt es keine Pessimisten mehr – jedenfalls wenn man nach dem aktuellen AHGZ-Monitor geht. Keiner der befragten Gastronomen rechnete im Juni für die Zukunft mit einem Umsatzrückgang (Grafik oben rechts). Stattdessen erwarten 40,7 Prozent der Teilnehmer eine Umsatzsteigerung.
Damit ist der Anteil der Optimisten zwar im Vergleich zum Vormonat (52,4%) zurückgegangen. Deutlicher aber ist der Rückgang derjenigen, die Umsatzeinbußen erwarten. Denn im Mai betrug der Anteil dieser Pessimisten noch 19 Prozent. Kräftig zugelegt von 28,6 Prozent auf 59,3 Prozent hat binnen eines Monats dagegen die Partei der „Neutralen“, die mit konstanten Umsätzen kalkulieren.
Ein Blick auf die Einschätzungen des gesamten Gastgewerbes, nicht nur der Gastronomen, zeigt ein ausgewogeneres Bild. Unter den Hoteliers erwarten offensichtlich durchaus Teilnehmer sinkende Erlöse. Allerdings ist unter ihnen auch der Anteil der Optimisten höher, die explizit steigende Umsätze erwarten. Eine detailliertere Darstellung der Monitor-Ergebnisse für die Hotellerie folgt in der nächsten Ausgabe der AHGZ.
Betrachtet man die tatsächlich realisierte Umsatzentwicklung, überwiegen ebenfalls die positiven Eindrücke (Grafik oben links). Das illustriert vor allem der Anteil der Umsatzverlierer, der von 42,9 Prozent im Vormonat auf nur noch 25,9 Prozent im Juni gesunken ist. Auch hier zeigt aber ein Blick auf das gesamte Gastgewerbe, dass die Gastronomie hinter der Hotellerie herhinkt. Denn dort ist der Anteil der Umsatzgewinner mit 57,1 Prozent deutlich höher als in der Gastronomie mit 40,7 Prozent. Und der Anteil der Umsatzverlierer ist mit 19,2 Prozent geringer.
Auffallend ist im aktuellen Monitor die geringe Investitionsneigung der befragten Gastronomen. Mit 52 Prozent plant nur eine ganz knappe Mehrheit, in den nächsten sechs Monaten Geld in den eigenen Betrieb zu stecken, im Mai waren es noch 64,7 Prozent der befragten Gastronomen. Marina Behre
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