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Direktor Peter Weishäupl: „Jeder der im Hotel arbeitet, ist Marketingbeauftragter und Sales-Agent zugleich“ Foto: Daniela Haußmann

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Mitarbeiter dürfen kreativ sein

Beispiel Hotel Unger: Das Stuttgarter 4-Sterne-Haus baut auf die Ideen seiner Beschäftigten

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/25 vom 19. Juni 2010
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Stuttgart. „Bei uns sorgen 28 Vollzeitkräfte und 14 Aushilfen für das Wohl der Gäste“, sagt Peter Weishäupl. Direktor im Stuttgarter Privathotel Unger. Ein Team aus Berufseinsteigern, angelernten und erfahrenen Kräften arbeitet unter dem Dach des 4-Sterne-Hauses zusammen. Einige von ihnen fühlen sich dem Betrieb seit Jahrzehnten verbunden.

Das liegt an der Atmosphäre, aber auch an der flachen Hierarchie und den Entwicklungsmöglichkeiten. „Als Privathotel legen wir großen Wert darauf, unseren Mitarbeitern die Chance zu geben, sich kreativ einzubringen. Das stärkt auch die Identifikation der Beschäftigten mit dem Betrieb“, so der Direktor. „Jeder, der im Hotel arbeitet, ist Marketingbeauftragter und Sales-Agent zugleich.“

Kundennähe wird im Hotel Unger kultiviert, alle Beschäftigten ziehen mit. Die Mitarbeiter organisieren zum Beispiel einmal im Jahr in Eigenverantwortung eine Vernissage und ein Sekretärinnentreffen. Bereits die Azubis können sich im Sinne der Gastfreundschaft weiterbilden. „Natürlich haben wir nicht die Möglichkeiten wie ein Kettenhotel“, so Peter Weishäupl. „Aber ein bis zwei Fortbildungen besucht jeder Beschäftigte pro Jahr.“

Team- und Kommunikationsfähigkeit, Kontaktfreude, Leistungsbereitschaft sind neben fachlichem Know-how entscheidende Qualifikationen, über die Mitarbeiter in dem Stuttgarter Hotel verfügen sollten. Auch Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich den Beschäftigten. Hausdame und Frühstücksleiterin kommen zurzeit aus den eigenen Reihen.

Regelmäßig spricht Peter Weishäupl mit jedem Mitarbeiter über dessen berufliche Zukunft. Wenn jemand ins Ausland möchte, hilft der Direktor mit seinen Kontakten weiter. So konnten Angestellte des Hotels schon mal in die Schweiz oder nach Dubai gehen. Manche dieser Mitarbeiter sind wieder ins Hotel Unger zurückgekehrt und bringen heute ihre internationalen Erfahrungen mit ein. Ohne Flexibilität geht es nicht. „Anders als in großen Häusern oder bei Ketten muss in einem Privathotel jeder Mitarbeiter überall mit anpacken. Das gilt vor allem bei Veranstaltungen“, berichtet Peter Weishäupl. „Das eröffnet aber auch die Chance, sich weiteres Fachwissen anzueignen, zum Beispiel im Event-Bereich.“ 169 Arbeitsstunden pro Monat werden von jedem der 28 Mitarbeiter im Hotel Unger erbracht. „Fallen Überstunden an, werden diese sofort ausgeglichen“, sagt der Direktor. „Das Entgelt orientiert sich am Tarifvertrag, und unsere Beschäftigten erhalten ein volles 13. Monatsgehalt.“

Daniela Haußmann

www.hotel-unger.de

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