Anzeige

AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Suche in 54.935 aktuellen Stellenangeboten:

Vieles geht über die Augen: Ausstrahlen kann ein Mensch nur das, was in ihm ist Foto: Colourbox

Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Schicken Sie eine E-Mail an ahgz@matthaes.de

Persönlichkeit vorleben

Unterschiede in der Ausstrahlung lassen sich oft an der Körpersprache festmachen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/9 vom 1. März 2008
von

STUTTGART. Die enorme Wirkungskraft der Ausstrahlung ergibt sich, „weil sie zunächst vom Unbewussten wahrgenommen wird. Dadurch entsteht eine bestimmte Wahrnehmungsbereitschaft, die dazu führen kann, dass alles, was eine Person tut, von ihrem Gegenüber nur noch wie durch einen Filter wahrgenommen wird“, sagt Maja Storch.

Sie leitet das Institut für Selbstmanagement und Motivation, ein spin-off der Universität Zürich. Das Institut hat ein neues Ausstrahlungstraining auf der Basis jüngster motivationspsychologischer und neurowissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt. Die besagen: Ausstrahlung ist ein Ausdruck der Persönlichkeit, der nicht an dem festgemacht wird, was ein Mensch sagt und tut, sondern wie er dabei wirkt.

Der Grund dafür: Signale, die ein echtes Gefühl von einer bloßen Gefühlsimulation unterscheiden, sind der willentlichen Kontrolle nicht zugänglich. Im Fall eines echten oder gemimten Lächelns ist dies der Augenringmuskel.

Er zeigt, ob jemand tatsächlich aus einem inneren Gefühl heraus oder nur mit den Augen lächelt, also Freundlichkeit nur vortäuscht. Das menschliche Gehirn ist evolutionär darauf geprägt, derartige minimale Ausdrucksnuancen wahrzunehmen. Darum fühlt ein künstlich angelächelter Mensch auch intuitiv, dass mit der Botschaft, die ihm vermittelt wird, etwas nicht stimmt!

Wissenschaftlich lassen sich die Unterschiede in der Ausstrahlung also im nonverbalen, sprich körpersprachlichen Bereich festmachen. Im erwähnten Augenringmuskel, in der Pupillengröße, der Gesichtsmuskulatur, der Mimik also oder in der Durchblutung der Gesichtshaut. Auch in der Atmung, der Sprechgeschwindigkeit, der Stimmlage und der Lautstärke. Auch die Grobmotorik, sprich die Gestik, ist ein wichtiges nonverbales Ausdrucksmittel, häufig in Verbindung mit der Körperhaltung.

Das Zusammenspiel all dieser Ausstrahlungselemente erfolgt größtenteils außerhalb der bewussten Kontrolle. Deshalb ist mit bewusst gefassten Vorsätzen wie „Arme nicht verschränken, um nicht abwehrend zu wirken“ wenig zu bewirken. Denn überzeugend ausstrahlen kann ein Mensch nur das, was auch in ihm ist, was seiner Gefühls- und Stimmungslage wirklich entspricht. Hartmut Volk

www. ismz.ch

Kommentieren Drucken
Auch interessant

Auf Augenhöhe mit dem Gast

Ein bisschen kühn war es schon, als 30-Jähriger gleich ein Hotel zu übernehmen. mehr...

Weitere Artikel aus Jobs und Mehr vom 01.03.2008 :

Menschen: Auf Augenhöhe mit dem Gast (01.03.2008)
Ausbildung: Hotelfachschule Pirna (01.03.2008)
Ausbildung: Von Pirna ins Burj-al-Arab (01.03.2008)

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel