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Nandine Meyden
ist Expertin für Umgangsformen,
gibt Seminare, ist im Fernsehen und als Buchautorin tätig
Foto: Archiv

Business-Knigge

Seekrank?

Von Nandine Meyden

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/6 vom 4. Februar 2012

Wer an Bord mit seekranken Passagieren zu tun hat, tut gut daran, eine freundlich-professionelle Art an den Tag zu legen, die Distanz zum Gast bewahrt, aber dennoch Fürsorglichkeit verrät. Das Vokabular spielt dabei eine wichtige Rolle. „Wie geht es uns denn heute?“ ist schrecklich antiquiert. Fast genauso schlimm sind Floskeln, die sich auf das zurückliegende Elend des Gastes beziehen, etwa „Gestern ging es Ihnen ja gar nicht gut“. Auch forsche Sprüche wie „Da müssen am Anfang alle durch“ oder das aufmunternd gemeinte „Das wird schon wieder“ sind unpassend. Besser sind folgende Varianten: „Heute ist die See ruhig, bestimmt wird es Ihnen besser gehen“ oder „Wie geht es Ihnen heute?“

Wenn der Gast augenscheinlich noch leidet, kann man durchaus sein Mitgefühl bekunden: „Ich hoffe, dass es Ihnen bald besser geht“. Das ist persönlich und nett zugleich.




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