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Karriere

Wissen ist nicht alles

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2009/44 vom 31. Oktober 2009
von Isabelle Weyand

Dem geht es aktuellen Berichten zufolge in der Krise nicht besser als anderen Wirtschaftsbereichen. Verunsichert durch die schlechten Nachrichten, entschließen sich jedoch viele Mitarbeiter, keine Gespräche mit ihren Vorgesetzten über Weiterbildungsmaßnahmen zu führen. Denn sie fürchten, dass ein Vorpreschen in diesem Punkt ihre Position schwächen oder gar ihren Arbeitsplatz gefährden könnte.

Tatsache ist: In weniger stabilen Zeiten schauen Vorgesetzte auch beim Personal genauer hin. Fähigkeiten und Kompetenzen entscheiden mehr denn je über den Fortgang der . Und diese muss man sich aneignen. Doch auf welche Kompetenzen kommt es an? Über die nötige Fachkompetenz hinaus gibt es noch fünf so genannte Schlüsselkompetenzen:

Anforderungen&Emotionen meistern – mentale Kompetenz: Erfolgreiche Mitarbeiter besitzen diese Methode, weil sie selbst in Momenten höchster Anspannung und Druck noch zielorientiert und bewusst handeln können. Mentales Training sorgt für mehr Gelassenheit und Souveränität auch bei hoher Beanspruchung.

Leistung&Motivation steigern – Zeit- und Stresskompetenz: Viele Mitarbeiter arbeiten immer noch nach dem Prinzip „in möglichst kurzer Zeit möglichst viel zu erledigen“. Mitarbeiter mit Zeitkompetenz setzen sich bewusst mit ihrer Zeit auseinander und planen strategisch und rechtzeitig ihren Arbeitsalltag. Die Stresskompetenz stärkt die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern, weil sie Methoden zum Ausgleich ihres Pensums für sich nutzen.

Erwartungen&Verhalten einordnen – Menschenkompetenz: Im Arbeitsumfeld sind Mitarbeiter täglich gefordert, mit unterschiedlichen Kollegen, Vorgesetzten und Kunden umzugehen. Mitarbeiter mit Menschenkompetenz können ihre Zielgruppen besser einschätzen, ihren Erwartungen leichter begegnen und damit flexibler agieren.

Gespräche&Auftreten steuern – Sprachkompetenz: Diese Kompetenz beinhaltet mehr als reine rhetorische Fertigkeiten. Sprachkompetenz verbindet eine wirksame verbale Kommunikation, abgestimmt auf die jeweiligen Gesprächspartner, mit einer bewusst eingesetzten Körpersprache. Wer Sprachkompetenz besitzt, wird weniger Reibungen erzeugen und seine Ziele leichter erreichen.

Konfrontationen managen – Konfliktkompetenz: Die meisten „inneren Kündigungen“ werden von Mitarbeitern ausgelöst, wenn Konflikte im Arbeitsumfeld ungelöst bleiben und das Arbeitsverhältnis dauerhaft gestört ist. Konfliktkompetenz befähigt Mitarbeiter, Handlungsvariationen und Lösungen innerhalb der Konfliktsituation selbst zu entwickeln. So unterstützt sie langfristig die Mitarbeiter, Konflikte in ihrer Entstehung zu erkennen.

Diese Kompetenzen lassen sich ideal im Coaching oder in Seminaren vermitteln. Das erhöht Motivation, Leistungsfähigkeit und unmittelbar auch die Effizienz des Arbeitens. Zum Wohle beider Seiten.

Die Autorin ist selbstständige Beraterin und Coach in der Personalentwicklung, Düsseldorf

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