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Auf Sonne gebaut

Das Best Western Hotel Schmöker Hof in Norderstedt bei Hamburg ist das größte Solarhotel in Deutschland. Die Anlage kostete 375.000 Euro

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/50 vom 16. Dezember 2006
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NORDERSTEDT. Am Anfang stand die Idee, der Umwelt, den Gästen und gleichzeitig dem eigenen Geldbeutel etwas Gutes zu tun. Dabei herausgekommen ist Deutschlands größtes Solarhotel. Seit Anfang dieser Woche ragen von dem 1700 Quadratmeter großen Flachdach des Best Western Hotels Schmöker Hof in Norderstedt bei Hamburg 291 Solarmodule gen Himmel. Sie liefern bei durchschnittlicher Sonneneinstrahlung 55.000 Kilowattstunden Strom im Jahr, etwa so viel, wie zehn bis 15 Einfamilienhäuser verbrauchen.

Die 375.000 Euro teure, von der ortsansässigen FirmaBezeichnung für den Namen eines Kaufmanns, unter dem dieser im Handelsverkehr seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.
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Solar im Norden GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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aufgebaute Anlage entlastet nicht nur die Umwelt, sondern reduziert auch die Energiekosten. „Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bietet die Möglichkeit, den erzeugten Strom über 20 Jahre zu einem PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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von 50 Cent pro Kilowattstunde in das Netz einzuspeisen, was eine Kapitalrendite von 4,5 Prozent bedeutet. Wenn wir die Überschüsse in unser Energiebudget einrechnen, führt dies zu einer deutlichen Senkung unserer Energiekosten“, rechnet Hoteldirektor Anton Schmid vor. Zum Vergleich: Er selber zahle zur Zeit rund zwölf Cent pro Kilowattstunde.

Doch bevor sich das Hotel ausschließlich mit dem selbst erzeugten Öko-Strom versorgen kann, werden wohl noch einige Jahre vergehen. Schmid hofft, dass die Technik der Photovoltaik sich in zwölf Jahren so weit entwickelt hat, dass das Hauptproblem, die Speicherung der gewonnenen Energie, gelöst werden kann. „Wir brauchen schließlich auch nachts Strom, wenn keine Sonne scheint“, so der Hotelier.

Für die Gäste des 4-Sterne-Hotels ändert sich zunächst nichts durch die Ökostromanlage. Schmid rechnet aber fest mit einem positiven Imageeffekt. Im Best Western Victoria Hotel in Freiburg zum Beispiel, das von einer umweltfreundlichen Heizungsanlage erwärmt werde, habe man festgestellt, dass dies für 15 bis 20 Prozent der Gäste ein wichtiger Grund sei, sich ausgerechnet für dieses Hotel zu entscheiden.

Die Best-Western-Gruppe steht dem Umweltschutzgedanken denn auch positiv gegenüber und hofft, dass weitere Hotels energiesparende und umweltfreundliche Investitionen wie eine Solaranlage auf dem Dach realisieren. Schmid: „Gerade in unserer HotelketteZusammenschluss mehrerer Hotelbetriebe unter einheitlicher Leitung.
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wird seit Jahrzehnten der Umweltschutzgedanke groß geschrieben. Die Nutzung der Solarenergie ist nur ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, den auch unsere Gäste begrüßen“, ist sich Schmid sicher.

Obwohl sich der Chef des 122-Zimmer Hotels keinesfalls als Grüner sieht („Man muss kein Grüner sein, um ein positives Verhältnis zur Umwelt zu haben.“), bastelt er bereits an seinem nächsten Projekt. Zur Zeit lässt er prüfen, ob er mit Erdwärme warmes Wasser erzeugen kann. „Die Chancen sind nicht schlecht, weil unter unserem Haus ein Salzstock liegt, der besonders stark die Erdwärme speichert.“

Mathias Thurm

www.schmoekerhof.

bestwestern.de


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