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AHGZ-Barometer

Delle für München

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/26 vom 28. Juni 2008

MÜNCHEN. Seit Januar 2008 ist die Münchner Kettenhotellerie vom Pech verfolgt. Gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum verzeichnet sie Monat für Monat einen sinkenden RevPar (Erlös^ Umsatz.
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pro verfügbarem Zimmer). Im krassen Gegensatz dazu stehen die sehr guten Ergebnisse der letzten fünf Monate des vergangenen Jahres.

Der über zwölf Monate kumulierte RevPar (Erlös pro verfügbarem Zimmer) fiel im April 2008 aufgrund eines um 1 Prozent gesunkenen und einer 0,4 Prozentpunkte rückläufigen Auslastung um 1,5 Prozent auf 83,3 Euro zurück. Die Mittelklasse-Hotels haben dies besonders gespürt. In diesem SegmentNach dem Prozess der Aufteilung des relevanten Markts in Marktsegmente erhält man einzelne Segmente, die eine möglichst homogene Abnehmergruppe zusammenfassen.
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gingen die Durchschnittspreise teilweise um mehr als 3 Prozent zurück, was zu einem kumulierten RevPar-Verlust von 3,6 Prozent führte.

Gegenüber dem Vorjahresmonat ist der RevPar in der bayerischen Landeshauptstadt im April 2008 um ganze 27,8 Prozent auf 82,6 Euro abgestürzt. Dies resultiert unter anderem daraus, dass die MesseIm wirtschaftlichen Sinne eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Veranstaltung auf einem bestimmten Gelände, die es Produzenten oder Verkäufern einer Ware bzw.
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„Bauma“ ausfiel. Sie findet nur alle drei Jahre statt und hatte im Vorjahr mehr als 502.000 Besucher angelockt. So sanken die Durchschnittspreise vor allem wegen fehlender Messen um 29,6 Prozent.

Einfluss auf die Geschäftsentwicklung hatten auch die Osterferien, die in diesem Jahr nicht wie üblicherweise auf April, sondern bereits auf März datiert waren. Infolgedessen sank die Auslastung im März um 13,6 Prozentpunkte und damit unter die 60-Prozent-Marke. Der Grund: In den Ferien werden weniger Geschäftsreisen gebucht. Beim RevPar musste die Kettenhotellerie in München deshalb einen Rückgang von 21,9 Prozent hinnehmen.

Im Februar war die negative Entwicklung vor allem auf die schlechten Ergebnisse des Mittelklasse-Segments zurückzuführen. Dessen RevPar stürzte um 10,2 Prozent ab, während er im Luxus-Bereich um 3 Prozent stieg. Und im Januar machte sich bemerkbar, dass die Messe Bau nicht stattfand, die im Vorjahresmonat noch 208.000 Besucher in ihren Bann zog. Sie läuft turnusmäßig im kommenden Jahr.

Trotz der jüngsten Einbußen bleibt die Kettenhotellerie in München marktführend in Deutschland marktführend. Ihr kumulierter RevPar liegt mehr als 22 Euro über dem im deutschen Durchschnitt. Der kumulierte ZimmerpreisRegulärer Preis pro Zimmer , auch Zimmerrate genannt.
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erreicht 115 Euro. Im Luxus-Segement, das rund die Hälfte aller Zimmer in München stellt, kam der kumulierte RevPar im April sogar auf 94,6 Euro. Und die weiteren Aussichten sind gut. So kamen im Mai zu der alle drei Jahre stattfindenden Messe IFAT (Internationale Fachmesse für Wasser, Abwasser, Abfall, Recycling) mehr als 120.000 Besucher.

Ein weiteres Highlight für die Hotellerie der bayerischen Landeshauptstadt dürfte das 850-jährige Stadtjubiläum sein, das in diesem Sommer gefeiert wird. Zahlreiche Veranstaltungen unter dem Motto „Brücken bauen“ sind bis September geplant mit dem Schwerpunkt in den Monaten Juni, Juli und August. Aber nicht nur Gäste, sondern auch Investoren zieht es in die Stadt. In diesem und im nächsten Jahr stehen zehn Neueröffnungen an. red

Im Auftrag der AHGZ ermittelt vom Hotel-Beratungsunternehmen MKG Hospitality/Hotelcompset

www.ahgz.de

www.mkg-group.com


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