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Touristik

Ein nachhaltiges Sommermärchen

Deutsche Städte und Feriendestinationen wollen den Imagegewinn durch die Fußballweltmeisterschaft auch in Zukunft nutzen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/51 vom 23. Dezember 2006
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TRAVEMÜNDE. Schönes Wetter, tolle Stimmung, klasse Spiele – ein halbes Jahr nach dem Abpfiff wird eine überwiegend positive BilanzGegenüberstellung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten eines Unternehmens, mit dem Ziel, das Eigenkapital als Restgröße zu ermitteln.
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der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland gezogen. Vor allem beim ImageMehr oder weniger bewusste, vereinfachende Beurteilungen eines Meinungsgegenstands durch ein Individuum, die in ihrer Verfestigung als mehrdimensionales Einstellungskonstrukt Handlungs- und Verhaltensrelevanz gegenüber einem Imageobjekt gewinnen.
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konnten die „Weltmeister der Herzen“ vor bis zu 2 Mio. WM-Gästen und rund 33 Mrd. Fernsehzuschauern zulegen.

Hatte Deutschland im Ausland bisher als Hochtechnologieland mit perfekt organisierten Veranstaltungen einen guten Ruf, kamen jetzt Attribute wie Herzlichkeit, Freundlichkeit und Toleranz hinzu. „Der immaterielle Nutzen der WM war größer als der materielle“, sagte Professor Norbert Aust, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes Hamburg in Travemünde. Die Mitglieder des Städte- und Kulturforums des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) waren im Grand SpaAuf körperlichem Wohlbefinden basierende Erholungseinrichtung in einem Hotel.
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Resort Arosa Travemünde zusammengekommen, um über die Nachhaltigkeit von Großevents am Beispiel der WM zu diskutieren.

Wie auf dem Spielfeld gab es nach Angaben von Aust auch im Tourismus Gewinner und Verlierer der WM. Während Städte wie Hamburg und Stuttgart bei den Übernachtungszahlen im Juni und Juli deutlich zulegen konnten, war die WM für München und Berlin ein Flop. Während sich ein Großteil der Hotellerie über eine Steigerung bei den Preisen und der Auslastung der Zimmer freuen konnte, blieben bei anderen durch die Rückgabe der Fifa-Kontingente und ausbleibenden Tagungs- und Geschäftstouristen etliche Betten leer. Auch in der Gastronomie konnten sich vor allem Organisatoren von Public Viewing über steigende Gästezahlen freuen, während viele Restaurantbesitzer über Gästeschwund während der Fußballspiele klagten.

Auch bei der Zahl von 50.000 zusätzlichen Arbeitsplätze durch die WM vor allem im Gastgewerbe sei Vorsicht angebracht. „Schätzungen gehen davon aus, dass höchstens ein Drittel dieser Arbeitsplätze langfristig erhalten bleibt“, fügte Aust hinzu.

Ob aus der WM ein „nachhaltiges Sommermärchen“ wird, muss sich nach Ansicht des ehemaligen Geschäftsführers der Ameropa-Reisen GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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Walter Krombach erst noch zeigen. Die Erinnerung an Großevents wirke in der Öffentlichkeit höchstens 1 bis 2 Jahre nach. Vom Slogan „Zu Gast bei Freunden sei bei vielen Taxifahrern schon heute nichts mehr zu spüren, sagte Krombach. Ein positives Beispiel für die Nachhaltigkeit von Großevents sei München, das bis heute durch den Olympia-Park von der Olympiade im Jahr 1972 profitiere. Von der Expo 2000 in Hannover sei dagegen bis auf das gut ausgebaute Nahverkehrssystem heute fast nichts mehr geblieben.

„Wir fahren nach Berlin“ – diesen Slogan will die Hauptstadt nach Angaben von Gerhard Buchholz auch weiterhin nutzen und sich als „Trendstadt“ positionieren (siehe Seite 4). Hauptanziehungspunkt der Gäste soll nach Angaben des Medienmanagers der Berlin Touristik Marketing GmbH das riesige Kulturangebot der Stadt mit rund 1500 Veranstaltungen täglich sein. Und auch Stuttgart will die „Welcome-Touren“ in die Länder fortsetzen, deren Mannschaften in der Landeshauptstadt zur WM gespielt haben. Nach Angaben von Andreas Kroll, GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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der Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, präsentiert sich die Stadt mit Weltmeisterschaften im Handball, Turnen, Straßenradrennen und Tanzen im kommenden Jahr als „europäische Sporthauptstadt“. Trotzdem wolle die Stadt die Angebote für Sporttouristen dosiert einsetzen. Kroll: „Der Hype zur Fußballweltmeisterschaft war sicherlich einmalig.“ Helmut Heigert


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