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Touristik

Ein Projekt versetzt Berge

Zur Bundesgartenschau in Thüringen werden 1,5 Millionen Besucher erwartet / Ehemalige Bergbaulandschaft renaturiert

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/48 vom 2. Dezember 2006
von

GERA. Zum ersten Mal in der mehr als 50-jährigen Geschichte der Bundesgartenschau (BUGA) findet diese vom 27. April bis 14. Oktober kommenden Jahres an zwei kontrastreichen Standorten statt: im Hofwiesenpark Gera und in der Neuen Landschaft Ronneburg. Die „Olympiade der Gärtner“ soll junge und ältere Gäste gleichermaßen verzaubern. Bisher sind zwölf Hotels gegen eine Zahlung von 500 Euro „Partnerhotels der Bundesgartenschau 2007“ geworden. Sie sollen helfen, dieses Großereignis bekannt zu machen und mit attraktiven Angeboten Besucher für einen längeren Aufenthalt begeistern.

Diese sollen auf dem BUGA-Gelände natürlich auch Appetit bekommen und stillen können. An sechs Ronneburger Standorten der BUGA sind Gaststätten vorgesehen, ihre Kapazität soll mehr als 1400 Plätze betragen. Im Geraer Teil der BUGA sollen ebenfalls sechs Gaststätten mit rund 1400 Plätzen entstehen.

Für diese BUGA wurden Investitionen von 140 Mio. Euro geplant. Mehr als 2000 Veranstaltungen versprechen nicht nur leidenschaftlichen Gartenfreunden unvergessliche Stunden in Ostthüringen. Wobei diese Gästegruppe gewiss den weit überwiegenden Teil der Besucherschar ausmachen wird. Erwartet werden 1,5 Mio. Besucher. „BUGA gleich Tourismus“, sagt die Geschäftsführerin des Geraer Tourismusvereins, Karin Oberreuther.

Dass die BUGA 2007 in diese Region vergeben wurde, ist auf die Projekte um Ronneburg zurückzuführen: Die neun Jahre währende Sanierung des ehemaligen Wismut-Areals mit einem AufwandDer Einsatz oder die zu erbringende Leistung, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen .
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von 6,7 Mrd. Euro. Hier sind im Wortsinn Berge versetzt worden. Die Neue Landschaft Ronneburg entsteht am Rande des einst drittgrößten Uranerz-Abbaugebietes der Welt, nachdem auch die frühere Strahlengefahr beseitigt ist. Auf mehr als 800 Hektar wurden Abraumhalden abgetragen. Bis 2007 werden voraussichtlich 140 Hektar revitalisiert sein. Dieses Gebiet soll auf rund 45 Hektar mit der BUGA neu erwachen.

Allein auf dem Ronneburger „Balkon“ werden 10.000 Rosen blühen – 261 Sorten, davon 70 Neuzüchtungen. Vom Plateau aus bietet sich ein faszinierender Blick auf das weite, Gera und Ronneburg verbindende Gessental und die geometrischen Formen der „Lichtenberger Kanten“, die noch an die Terrassen des Uranerz-Tagebaus erinnern. Hier ist auch der 23 Meter hohe Entdeckerturm entstanden. Das Bauwerk soll in seiner Gestaltung einem Förderturm der Wismut ähneln. Eine 240 Meter lange Spannbandbrücke aus Holz – die längste in Europa – führt in 25 Meter Höhe über das Gessental. Das Tragwerk besteht aus einem einzigen blockverleimten Holzband. Das architektonische Meisterwerk wird von den Ronneburgern aufgrund seiner Form „Drachenschwanz“ genannt.eta


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