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Management & Praxis

Fischers Wein-Tipp

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/25 vom 21. Juni 2008

Das Anbaugebiet Rheingau war in den 1990er Jahren ein wenig in den Dornröschenschlaf gesunken. Erst eine neue Generation von engagierten Winzern machte mit einer kompromisslosen Qualitätsoffensive eine Rheingauer Riesling-Renaissance möglich.

Fred Prinz gehört dazu. Anfangs hat er seinen 1,5-Hektar-Betrieb nur im Nebenerwerb geführt. Mittlerweile hat er nun hauptberuflich in enger Zusammenarbeit mit seiner Frau Sabine auf gut 7 Hektar vergrößert. Die gesamte Kollektion hat Spaß und Freude bereitet, aber der Kabinett war ganz klar einer meiner Favoriten. Ein leichter Wein mit viel Geschmack. In der Nase noch ein wenig verhalten, wie es sich für einen jungen Riesling mit Potenzial gehört. Am Gaumen sind jedoch bereits zarte Fruchtaromen und eine gewisse Würzigkeit und deutliche Substanz spürbar. Die Länge ist eher kraftvoll geprägt und durch feine, sehr zarte Bitternoten unterlegt, die einen harmonischen Gesamteindruck bewirken.

Das Weingut Freiherr Langwerth von Simmern gehört zu den altrenommierten Traditionsweingütern des Rheingaus. Leider ist es in den 1990er Jahren es etwas ruhiger um den Freiherrn und seine Weine geworden. Deutlich erkennbar sind jedoch die Qualitätsbestrebungen des 30 Hektar großen Weinguts. Der Hattenheimer Nussbrunnen ist ein eher kräftiger Kabinett mit reifen Pfirsich- und Melonenaromen, einem Hauch von Mineralität und vor allem Potenzial. Noch präsentiert er sich ein wenig verschlossen, leicht würzig, kräftig mit herrlich erfrischender Säurestruktur und wunderbarer Länge. In einigen Monaten wird er sich weiter öffnen und den unnachahmlichen, saftigen Rheingauer Schmelz präsentieren.


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