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Ausland

Frisches Quellwasser im Zimmer

Das Hotel Waldklause im Ötztal setzt bei der Ausstattung auf Naturmaterialien / Alte Holztechniken kamen beim Bau zum Einsatz

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/50 vom 16. Dezember 2006
 Karin Gabler

LÄNGENFELD. „Die Natur ins Haus holen.“ Das war die Intention der Hoteliersfamilie Auer. Vor zwei Jahren hat sie das Naturhotel Waldklause im österreichischen Ötztal errichtet – mit eigener Kraft und eigenen Mitteln. Zirka 10 Mio. Euro haben Irene und Edmund Auer sowie die beiden Söhne in das 4-Sterne-Hotel investiert. „Wir wollten auch anderen Investoren ein Beispiel geben, wie sich das Thema Natur in der Hotellerie umsetzen lässt“, sagt Edmund Auer.

Das Konzept ist aufgegangen. Die Auslastung des Naturhotels liegt bei zirka 80 Prozent. Und die Gästeklientel besteht aus einem bunten Mix. „70 bis 80 Prozent sind sogar junge Leute“, so der Hotelchef.

Das Hotel Waldklause ist nach Plänen der Hoteliersfamilie entstanden. Naturmaterialien hatten beim Bau absoluten Vorrang: So sind die Wände des Gebäudes aus Holz oder Glas, die Böden aus Stein. Die Teppiche wurden extra für das Hotel aus Tiroler Schafwolle gefertigt. Eine Besonderheit ist die leimfreie „Holz 100“-Bauweise. Für diese mussten die Auers erst einen Verarbeitungsbetrieb finden, der die wiederentdeckten jahrhundertealten Techniken beherrschte.

Das Holz – in einer bestimmten Mondphase gefällt – wird vollmassiv, senkrecht und waagerecht und ohne Zwischenräume zu kompakten Bauelementen geschichtet. Die Fixierung funktioniert durch staubtrockene Holzdübel, die im Holz Restfeuchtigkeit aufnehmen.

Der Plan für ein Holzhotel erforderte – die Bürokratie lässt grüßen – viele Genehmigungsverfahren, speziell auch aus Brandschutzgründen. Um sicher zu gehen, dass später alles klappt, hat die Familie einige Probeläufe und Wohnsimulationen gestartet. „Wir haben sogar ein Musterhaus errichtet“, berichtet Edmund Auer, „und alles getestet. Zum Beispiel haben wir Rotwein auf dem Natursteinboden ausgeschüttet, um zu sehen, wie sich das auswirkt.“

Dann ging es schnell: In nur acht Monaten entstand das Hotel. Natureindrücke allüberall: Unglaublich, wie Tannen-, Fichten-, Lärchen- und Zirbenholz duften können! Überall in dem von Licht durchfluteten Haus sowie in den 44 Zimmern und sechs Suiten sorgen nicht nur das spezielle Raumklima, sondern auch die Gestaltungsideen für Aufsehen. So sind die Betten ein paar Stufen tiefer gelegen als der Wohnbereich – direkt vor der Fensterfront mit Bergblick. In den Badezimmern gibt es keine Fliesen, sondern Schiefersteinplatten, die sich gut reinigen lassen. Jedes Zimmer hat einen eigenen Zapfhahn für frisches Quellwasser. Und damit das helle Holz optisch nicht langweilig wird, setzt die Hausherrin Irene Auer, die weithin für ihre Tischdekorationen bekannt ist, mit Sessel-, Couch- und Teppichstoffen farbige Akzente.

Als konsequente Fortsetzung der Philosophie können die Gäste in der WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
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-Oase die Bio-Saunen und Behandlungen mit Produkten aus heimischen Kräutern genießen. Auch das Restaurant bietet nur Frisches und Gesundes.

Die Gäste der Waldklause sind, wie der Hausherr berichtet „einfach Genießer“. Darunter sind Naturfreunde und sportliche Leute, die auch den Badespaß in der Therme Längenfeld im nahen Aqua Dome schätzen. Alle Gäste lieben es, im Liegestuhl auf den großen Hotelterrassen am Fuß der Berge zu entspannen – und die meisten bleiben von Mal zu Mal länger. Karin Gabler


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