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Jürgen Benad: „Durch sogenannte Musterprotokolle werden Standardgründungen wesentlich vereinfacht“

© Cordula Giese

Management & Praxis

Gründung wird leichter

Bundestag beschließt Modernisierung des GmbH-Rechts / Von Jürgen Benad

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/28 vom 12. Juli 2008

Seit es auch in Deutschland möglich ist, als Rechtsformrechtlicher Rahmen eines Unternehmens, durch den Teile der rechtlichen Beziehungen innerhalb sowie außerhalb des Betriebs geregelt werden.
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für eine Gesellschaft die englische Limited statt der klassischen deutschen GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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zu wählen, haben viele gastgewerbliche Unternehmer über diese Möglichkeit konkret nachgedacht. Bei der Wahl dieser englischen Gesellschaftsform ist jedoch äußerste Vorsicht geboten. Allein schon wegen der dann geltenden englischen Haftungsregelungen, die sehr viel weitgehender sind, als die vergleichbaren Regelungen im deutschen Gesellschaftsrecht. Deshalb hat der Bundestag jetzt den Weg für eine einfachere Version der Gesellschaft mit beschränkter HaftungJuristische Person des Privatrechts , an der sich natürliche Personen oder juristische Personen mit einer Kapitaleinlage beteiligen.
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frei gemacht.

Der entscheidende Vorteil der englischen Limited besteht in der sehr einfachen und kostengünstigen Gründung einer solchen Gesellschaft. Der Eintragungsvorgang dauert in der Regel lediglich fünf Tage und kostet 20 Britische Pfund.

Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung die Notwendigkeit gesehen, das deutsche Gesellschaftsrecht in diesem Punkt zu vereinfachen und die Gründung einer GmbH unkompliziert und schnell zu ermöglichen. Dazu hat der Bundestag am 26. Juni 2008 das Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) beschlossen.

Die Schwerpunkte des Gesetzes, die vor allem für das mittelständisch geprägte Gastgewerbe von Interesse sind, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Zunächst geht es darum, Unternehmensgründungen zu beschleunigen, um den Nachteil gegenüber der englischen Limited auszugleichen. Obwohl zu Beginn des Gesetzgebungsverfahrens geplant, soll das Mindeststammkapital der GmbH von 25.000 Euro nicht herabgesetzt werden.

Aber, um den Bedürfnissen von Existenzgründern, die am Anfang nur sehr wenig StammkapitalVorgeschriebene Einlage, die nach § 5 GmbHG bei der Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung zur Verfügung stehen muss.
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haben, zu entsprechen, bringt das Gesetz eine Einstiegsvariante der GmbH, die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft. Es handelt sich dabei nicht um eine neue Rechtsform, sondern um eine GmbH, die ohne bestimmtes Mindeststammkapital gegründet werden kann. Diese GmbH darf ihre Gewinne aber nicht voll ausschütten. Sie soll so das Mindeststammkapital der normalen GmbH nach und nach ansparen.

Eine wesentliche und kostensparende Idee ist die Einführung von sogenannten Musterprotokollen. Für unkomplizierte Standardgründungen (unter anderen Bargründung, höchstens drei GesellschafterBegriff aus dem Handelsrecht sowie dem Gesellschaftsrecht für einen Teilhaber bzw.
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) werden zwei beurkundungspflichtige Musterprotokolle als Anlage zum GmbHG zur Verfügung gestellt. Die GmbH-Gründung wird einfacher, wenn ein Musterprotokoll verwendet wird. Die Vereinfachung wird vor allem durch die Zusammenfassung von drei Dokumenten (GesellschaftsvertragGesellschaftsvertrag Vertrag, der die Rechte und Pflichten von Gesellschaftern dokumentiert, die sich zum Zweck der gemeinsamen Verfolgung eines wirtschaftlichen Zieles in einer Gesellschaft zusammengeschlossen haben.
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, Geschäftsführerbestellung und Gesellschafterliste) in einem, sowie Vergünstigungen bei den KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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, attraktiver. Bei der haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft mit geringem Stammkapital wird die Gründung unter Verwendung eines Musterprotokolls zu einer echten Kosteneinsparung führen.

Natürlich ist es immer möglich, bei der Gründung freiwillig den Rat des zuständigen DEHOGA
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-Landesverbandes einzuholen. (Seite 2)


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