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Hamburg lockt Investoren

Bis Ende 2009 entstehen 16 neue Hotels / Experte warnt vor hohen Immobilienpreisen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/26 vom 28. Juni 2008
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HAMBURG. Der Boom beim Bau neuer Hotels in Hamburg wird weitergehen. Bis Ende 2009 sollen mit der Fertigstellung von 16 Hotels rund 3000 Zimmer in der Hansestadt zusätzlich auf den Markt kommen. Derzeit werden dort 36.700 Betten angeboten. Doch trotz der hohen Zahl der im Bau befindlichen Objekte sieht Andreas Erben, Leiter Hotel der Dr. Lübke GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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, aufgrund der guten Entwicklung im Tourismus noch Potenzial im Hamburger Hotelmarkt. „An guten, wirtschaftlich tragbaren Standorten lohnt es sich sicherlich, über ein Investment nachzudenken“, so Erben beim IV. Hotel Focus im Lindner Hotel am Michel.

Grundlage für seine PrognosePlanung der Vertriebsziele anhand vergangenheitsbezogener Daten, um voraussichtliche Entwicklungen abzuleiten.
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sind die positiven Tourismusdaten. So erhöhten sich die Übernachtungszahlen in Hamburg in den Jahren 1997 bis 2007 um 69 Prozent. Die Zahl der Betten stieg im gleichen Zeitraum dagegen nur um 41 Prozent. 2007 wurden 7,4 Mio. Übernachtungen in der Hansestadt gezählt. Und auch im ersten Quartal dieses Jahres setzte sich das Wachstum bei den Übernachtungszahlen um 5,3 Prozent fort.

Chancen für die Hansestadt sieht Erben vor allem durch neue touristische Attraktionen, den Ausbau der MesseIm wirtschaftlichen Sinne eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Veranstaltung auf einem bestimmten Gelände, die es Produzenten oder Verkäufern einer Ware bzw.
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- und Kongresslandschaft sowie ein weiteres Wachstum im Flugverkehr. „Wir gehen davon aus, dass die touristische Entwicklung in der Stadt nachhaltig sein wird“, meinte er.

Vor allem bei der Auslastung liegen die 286 Hotels in der Hansestadt mit mehr als 74 Prozent an der Spitze in Deutschland. Die Hoteliers profitieren von dem Mix aus jeweils 50 Prozent GeschäftsreisendeMitarbeiter eines Unternehmens, die aus geschäftlichen Gründen in Hotels übernachten" zugleich ein primärer Zielmarkt der Stadthotellerie.
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und Touristen. Zwar drücken die Touristen den durchschnittlichen ZimmerpreisRegulärer Preis pro Zimmer , auch Zimmerrate genannt.
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auf 99 Euro, jedoch sorgen sie für eine gute Auslastung an allen Tagen der Woche. Nur die durchschnittliche Verweildauer der Gäste von 1,83 Tagen könnte nach Ansicht von Erben auf 2 bis 2,5 Tage gesteigert werden: „Dadurch würde die Auslastung der Hotels noch befeuert.“

Die Hälfte der zusätzlichen Betten entsteht nach Angaben von Erben in 2-Sterne-Häusern, 20 Prozent werden in 3-Sterne-Hotels entstehen und ein Drittel wird im 4-Sterne-SegmentNach dem Prozess der Aufteilung des relevanten Markts in Marktsegmente erhält man einzelne Segmente, die eine möglichst homogene Abnehmergruppe zusammenfassen.
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angeboten. In diesen Segmenten sieht der Immobilienexperte auch weiteren Spielraum, während sich im 5-Sterne-Bereich Sättigungstendenzen erkennen lassen.

Nach Ansicht von Martin Bowen, Development Director der InterContinental Hotels in Europa, werden die Ketten den Mittelstand verdrängen. Derzeit liege ihr Anteil am deutschen Markt zwar noch unter 30 Prozent. „Der Markt wächst langsam aber stetig.“ Das Wachstum der Hotelbetten in Städten wie Hamburg könne aber durch zu hohe Immobilienpreise gefährdet werden. Außerdem würden die steigenden Energiekosten die Gewinne der Hoteliers auffressen. Inter Continental sehe deshalb vor allem Wachstumschancen im Mittelklasse-Segment. Helmut Heigert


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