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Die Fronten sind geklärt: Die Gaffel-Mehrheit liegt nun in einer Hand.

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Zulieferer

Heinrich Becker sichert sich Gaffel-Mehrheit

19. Juni 2008

KÖLN. hat jetzt das Sagen in der Gaffel-Kölschbrauerei: Vor kurzem hat der 61-Jährige von seinem Neffen Philipp 24 Prozent der Gaffel-Anteile gekauft. "Für mich ist damit ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen", sagte Becker. Damit hält er 62 Prozent an der Kölsch-Brauerei.

In den vergangenen Jahren hatte es in der Führung von Gaffel erhebliche Probleme und Reibungsverluste gegeben. Die verfeindeten Brüder Heinrich und Johannes Becker machen sich gegenseitige Vorwürfe und tragen ihre Streitigkeiten auch vor Gericht aus - der nächste Termin vor dem LandgerichtGericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit auf Landesebene, bei dem Zivil- und Strafkammern gebildet werden.
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soll am 20. Juni stattfinden.

Beckers jüngerer Bruder Johannes - er hält 38 Prozent - war als GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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von den beiden anderen Anteilseignern abgesetzt worden. Er möchte vor Gericht erreichen, dass auch sein Bruder abgesetzt wird. Johannes wirft ihm vor, Heinrich habe zum Nachteil des Unternehmens Privatausgaben über den Betrieb abgerechnet. Ähnliche Anschuldigungen gibt es aber auch von der anderen Seite.

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Die öffentlichen Auseinandersetzungen hatten dazu geführt, dass die finanzierenden Kreditinstitute unruhig wurden und auf eine tragfähige Lösung des Konflikts drangen. Bis vor kurzem galt deshalb auch ein Verkauf der Brauerei an einen der großen nationalen Wettbewerber als OptionVertraglich eingeräumtes Recht, einen Gegenstand oder Räumlichkeiten unter bestimmten Bedingungen zu einem bestimmten Preis zu erwerben, zu veräußern oder zu buchen .
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für die Zukunft von Gaffel.

Heinrich Becker will sich nun in den kommenden zwei Jahren aus der GeschäftsführungDas leitende natürliche Organ einer juristischen Person .
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zurückziehen. Nach seinem Ausstieg werden die Interessen der Eigentümer in der operativen Leitung der Brauerei komplett von seinem Sohn Heinrich Philipp (31) übernommen, der bereits seit September 2007 als geschäftsführender GesellschafterBegriff aus dem Handelsrecht sowie dem Gesellschaftsrecht für einen Teilhaber bzw.
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in dem Kölner Traditionsunternehmen tätig ist, das seit exakt 100 Jahren der Familie Becker gehört.

Einen Wehrmutstropfen gibt es aber doch noch: Von den drei Standorten der Brauerei soll bald einer und langfristig auch ein zweiter geschlossen werden. Zehn Arbeitsplätze fallen weg.


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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Wolfgang Berkenkamp, Berlin
Wolfgang Berkenkamp, Berlin

20.06.2008 um 09:16

Betreff: BRAVO, werter Heinrich Becker!

So scheint nun doch endlich Ruhe in den Kungel zu kommen und für mich als "Kölsche Jung" wie auch leidenschaftlicher GAFFEL-Trinker in der STÄV bei Harald Grunert zu Berlin ist es wichtig, daß ein solches Traditionsunternehmen wie diese Brauerei in festen Händen der Familie Becker bleibt. 100 Jahre Familientradition sollte man nie wegwerfen, 100 Jahre Gaffelbrauerei schon garnicht!! Nun schmeckt`s wieder lecker und ich werde mit Freude weiterhin DEM Gaffel frönen! Vielen Dank!! Wolfgang Berkenkamp, Direktor Hotel Haus Hammersbach in Grainau/Garmisch-Partenkirchen

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