Marktdaten

Gute Zeiten in Sicht: Hotellerie-Experten sind optimistisch

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Studie

Hotellerie-Experten sehen Zeichen für Wachstum

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/11 vom 12. März 2011
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STUTTGART/BERLIN. Die 3-Sterne-Hotellerie steht dieses Jahr in der Gunst der Investoren weit oben. Unter den 347 neuen Hotelprojekten 2011 befinden sich allein 121 im 3-Sterne-SegmentNach dem Prozess der Aufteilung des relevanten Markts in Marktsegmente erhält man einzelne Segmente, die eine möglichst homogene Abnehmergruppe zusammenfassen.
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(Midscale). Das sind neun mehr als im Vorjahr. Damals standen, bezogen auf alle Kategorien, 363 Hotels auf der Planungsliste. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Münchner Treugast International Instituts hervor.

Das Investitionsvolumen der im Bau befindlichen und geplanten Hotels wird nach Schätzungen der Treugast-Experten 2011 rund 6,57 Mrd. Euro betragen. Im Vorjahr waren es knapp 6,42 Mrd. Euro. In dieser Investitionssumme sind auch die Zahlen der Konversionen (Umwandlung einer Gebäudeart in eine andere) sowie die Erneuerungen von Hotelimmobilien (Umbauten, Renovierungen, Erweiterungen) enthalten.

Investitionswelle auch bei Individualhotels

Erstaunlich ist, dass die Zahl der Konversionen – in Deutschland insgesamt 36 – immer noch ansteigt. „Offenbar gibt es in manchen Städten nicht mehr so viele Flächen in attraktiven Lagen, die sich für Hotels eignen, und ein Überangebot an Büro- und Gewerbeflächen“, erläutert Treugast-Institutsleiter Stefan Nungesser. Einen Investitionsschub löste 2010 auch die Senkung der Mehrwertsteuer), ^ Umsatzsteuer.
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für die Hotellerie aus.

Frei gewordene Mittel führten zu einer Verbesserung der Produktqualität. Hierunter fallen nicht nur Renovierungen kleiner Art, sondern auch grundlegende Erneuerungen sowie Um- und Ausbauten. Nungesser: „Der Investitionsstau scheint sich langsam aber sicher aufzulösen.“ Die Investitionswelle erfasst dabei nicht nur Ketten- und Markenhotels, sondern auch Individualhotels.

Das Midscale-Segment ist nicht nur auf Investorenseite beliebt. Konzept und ein gutes PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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-Leistungs-Verhältnis wie etwa von Holiday Inn, Intercity und Arcadia kommen auf der Nachfrageseite an.

Deshalb wird die Treugast die Midscale-Kettenhotellerie in ihrem neuen Investment Rating der strategischen Gruppen aufwerten – von „BBB“ auf „A“. Für alle anderen Gruppen wurde die Bewertung des Vorjahres beibehalten. Am besten schneidet im Rating immer noch die Budget-Kettenhotellerie mit „AA“ ab.

Anstieg von 6 Prozent

Das Treugast-Rating basiert auf zahlreichen wirtschaftlichen KennzahlenDie fortlaufende numerische Erfassung der wichtigsten betriebsinternen Abläufe.
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. So betrug die Zahl der Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben im vergangenen Jahr rund 380,3 Mio., ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der höchste Wert seit 1992.

Die Hotellerie konnte hierbei mit 228,3 Mio. Übernachtungen sogar einen Anstieg von 6 Prozent verzeichnen. Besonders positiv hat sich die Zahl der Übernachtungen von ausländischen Gästen entwickelt. Nach einem Rückgang von 3 Prozent im Jahr 2009 stieg deren Anteil 2010 deutlich um 10 Prozent auf 60,3 Mio. Bis 2020 rechnet die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) mit rund 80 Mio. Auslandsübernachtungen.

Damit zählt Deutschland zu den beliebtesten Reisezielen für Ausländer in Europa. Insbesondere die Geschäfts- und Ferienhotellerie profitiert hiervon. Als weltweiter Messeplatz Nummer eins und bedeutende Tagungs- und Kongressdestination ergeben sich in Deutschland für die Hotellerie weitere Wachstumsraten, auch wenn auf dem Markt durchaus auch Überkapazitäten vorhanden sind.

Nach STR Global stieg 2010 die Belegung von 59,9 Prozent (2009) auf 63,4 Prozent, die durchschnittliche ZimmerrateZimmerpreis.
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von 80,38 auf 90,49 Euro und der RevPar (Erlös^ Umsatz.
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pro verfügbarem Zimmer) von 48,17 auf 57,37 Euro. Aus diesen Zahlen leitet die Treugast folgende Prognosewerte für 2011 ab: 64,5 bis 65,5 Prozent (Belegung), 90 bis 91,50 Euro (durchschnittliche Zimmerrate) und 58 bis 60 Euro (RevPar).


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