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Social Media

Im Social Web nur präsent sein ist zu wenig

Aktuelle Studie zeigt, wo die Defizite bei der Onlinewerbung liegen. Ein klarer Wettbewerbsnachteil für Unternehmen, deren Zielgruppe im Internet stark aktiv ist

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/26 vom 25. Juni 2011

STUTTGART. Beim richtigen Einsatz der Marketing-Instrumente im World Wide Web gibt es großen Nachholbedarf. Das zeigt die aktuelle von Absolit Consulting in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsspezialisten Rogator. Vor allem im Social Web und beim Mobile werden die Potenziale nicht ausgeschöpft.


Aktuelle Trends

Die seit 2005 alle zwei Jahre durchgeführte Studie „Online Marketing Trends“ ist ein wichtiger Indikator für den Stand der Marketingaktivitäten im Internet in Deutschland. „Ziel der Befragung war einerseits die Analyse aktueller Trends, sowie auch der generellen Relevanz bestimmter Themen“ erklärt Torsten Schwarz, Autor der Studie und Inhaber der Absolit Consulting, einer der Pioniere des deutschen Onlinemarketings.

Die Studie zeigt, dass bei deutschen Unternehmen die „klassischen“ Instrumente der Internetwerbung das Marketingportfolio beherrschen. Vor allem bei der Suchmaschinenoptimierung, Web-Analyse, Nutzerführung und beim E-Mail-Marketing sind die befragten Unternehmen recht stark engagiert.

Die Ergebnisse der diesjährigen Befragung zeigen allerdings auch klar auf, wo die Defizite bei der Onlinewerbung liegen. Handlungsbedarf besteht vor allem bei den Aktivitäten im Social Web. Nur knapp 50 Prozent der Unternehmen suchen den Weg zu ihren Kunden über die diversen Communities des Web 2.0. Immerhin planen hier fast ein Viertel der Firmen den Einstieg in diesem Jahr. Dennoch resümiert Schwarz: „Über Social Media Marketing wird derzeit zwar viel geredet, aber trotz der niedrigen Einstiegshürden wenig getan“. Ein klarer Wettbewerbsnachteil für Unternehmen, deren ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
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stark im Internet aktiv ist. Das gilt in besonderem Maß für Gastronomen, die kleine oder mittlere Unternehmen führen, stellen die Online-Communities doch einen vergleichsweise kostengünstigen und effizienten Zugang zu ihrer Zielgruppe dar. In Zeiten scharf kalkulierter Werbeetats ein nicht zu unterschätzendes Plus. Dabei sein ist hier aber nicht alles. „Jedes zehnte Unternehmen ist im Social Web aktiv ohne zu wissen, worum es dabei geht. Dieser blinde Aktionismus ist wie fahren ohne Führerschein”, bemerkt Schwarz.


Mangelhafte Auswertung

Der gängigste Fehler ist das mangelnde „Monitoring“ der eigenen Aktivitäten bei Facebook, Twitter und Co. Unter Monitoring versteht man die Auswertung der Userkommentare über das eigene Unternehmen auf den verschiedenen Plattformen. Gastronomen, die sich auf die bloße Präsenz in den einschlägigen Communities verlassen, entgeht damit ein kostenloses FeedbackJede Art von Rückmeldung, die anzeigt, ob eine andere Person ein bestimmtes Verhalten oder eine sprachliche Äußerung verstanden hat und darauf reagiert.
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zu den Leistungen ihres Hauses. Ein lebendiger Dialog mit den Nutzern, also aktuellen wie potenziellen Gästen, muss zeitnah auf Anregungen, Vorschläge und Kritik reagieren. Das garantiert, dass sie sich ernst genommen fühlen und führt zu bleibendem Interesse am eigenen Angebot.

Die größten Wachstumspotenziale sieht Schwarz im Bereich des Mobile Marketing. „Mobile Marketing ist noch weit entfernt davon, ein Massenphänomen zu werden. Erst zirka 12,9 Prozent setzen iPhone-Apps oder Smartphone-optimierte Webseiten ein“, erläutert Schwarz. Gerade für Gastronomen im Großstadtbereich, die sich an ein junges und kaufkräftiges Publikum wenden, führt kein Weg an der neuen Technologie vorbei. Andernfalls verschenken sie die Chance, ihr Gästeaufkommen zu erhöhen und damit bares Geld.

Die vollständige Studie gibt es in der Digital-Edition im PDF-Fromat bei Absolit per E-Mail zu bestellen. Sie kostet 48 Euro und umfasst 41 Seiten.

Frank Lamers/Peter Wiehl

www.absolit.de/trends.htm


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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Roland F.W. Manke, Strande
Roland F.W. Manke, Strande

29.06.2011 um 08:06

Betreff: Soziale Netzwerk

Diesen aufgebauschten Hype um diese mehr als fragwürdigen "Sozialen Netzwerke" darf man zwischenzeitlich getrost als überholt bezeichnen. Plattformen, von denen man in einigen Jahren bestimmt nichts mehr hören wird dürften größere Investitionen nicht lohnen! Die Klientel, die für den überwiegend hier präsenten Hotelmarkt interessant ist, kann und will mit dem Handy vielleicht telefonieren und vielleicht noch Mails empfangen, mehr doch wohl kaum. Vielleicht hat man - um in diesem Marketingkauderwelsch zu sprechen - einen Account, man will ja in sein, sich im besten Fall bekannt machen - aber was da zu finden und zu lesen ist, ist doch überwiegend Schwachsinn, bestenfalls heiße Luft und vermutlich in einigen Jahren Geschichte. Hier noch zusätzliche, teure Manpower einzusetzen, um Kommentare zu kommentieren ist schlicht und ergreifend Blödsinn. Wenn ich denn schon ein Telefon in der Hand halte ruf ich doch gleich an, - alles andere wäre doch wohl hirnrissig?