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Konzepte

Inszenierung nach Maß

Das Hamburger Catering-Unternehmen The Foodists hat die Generation 20 Plus im Blick

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/49 vom 9. Dezember 2006
von

HAMBURG. Eine grelle Stichflamme schießt aus der Pfanne, lässt die Gäste einen Schritt zurück treten. Küchenchef Jost Pullich inszeniert ein kulinarisches Feuerwerk: Safran-Spaghetti in Spicy Cocosjus und Ginger-Orangen-Espuma. Der Flying Service in Trucker-Outfit stemmt Bierkisten auf den Schultern, bahnt sich einen Weg durch den Saal und verteilt Flaschenbier an die Gäste. Aus den Boxen hämmert der Hip-Hop-Sound des DJs. Die Lightshow flackert im Takt. Die Party ist in vollem Gange. Wer seine Veranstaltung von den Foodists catern lässt, bekommt mehr geboten als Drinks und Fingerfood.

„Wir sind keine Versorger, wir sind Verführer“, beschreibt Kay Schlichting sein Konzept. Das heißt, es werden nicht einfach Häppchen gereicht. „Wir liefern maßgeschneiderte Inszenierungen“, so der als Newcomer und Aufsteiger vom Fachblatt CateringLieferung, Versorgung oder Bereitstellung von Speisen und Getränken durch einen Caterer.
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Inside gekürte CatererUnternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Institutionen oder Personen mit Speisen und Getränken an Orten zu versorgen, an denen normalerweise keine gastronomische Leistung möglich oder üblich ist .
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des Jahres 2006. Dazu gehören nicht nur gutes Essen und Trinken, sondern auch das passende Ambiente aus Musik, Mode, Kunst, Lifestyle und die visuellen Effekte. The Foodists bieten alles aus einer Hand. Im Fokus: die MTV-Generation 20 Plus.

Ausgefallene Konzepte

Obwohl jedes Angebot individuell, jede Veranstaltung einzigartig ist, kann man zur groben Orientierung unter vier Produktlinien wählen. „Chic’n schnell“ ist ein Party- und Barfood-Konzept, das aufgrund von Einwegverpackungen ohne Nebenkosten für Service und Geschirr auskommt. „Chic’n schnell“ soll vor allem den großen Privatkundenbereich abdecken, werde aber auch für Shop-Eröffnungen, Vernissagen und andere geschäftliche Anlässe gebucht. Als Verpackung dienen weiße Pappschachteln, auf die der Kunde sein Firmenlogo drucken lassen kann. Zu haben sind auch kleine Holzkörbchen und so genannte Squids, Häppchenlöffel aus ökologisch abbaubarer Maisfaser. Sie bieten zum Beispiel Platz für Scampi mit Wasabi-Creamcheese mit Lachsrogen.

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Das „Living Buffet“ ist die moderne Interpretation des kalt-warmen Buffets, arbeitet jedoch ohne Wärmeplatten und Chafing Dishes. „Alle warmen Speisen werden von uns in mobilen Küchen vor Ort live gekocht“, sagt Schlichting. „Fastfood Culinaire“ sind feste Food-Konzepte, die das klassische Fastfood wie Burger, Hot Dogs und Sandwiches neu und kulinarisch anspruchsvoll interpretieren wollen. „Salon Culture“ ist das anspruchsvolle Dinner für private Anlässe, Firmenfeiern, Presse- und VIPfür very important person, Gast, der für das Hotel oder ^ Restaurant, beispielsweise aufgrund seines Bekanntheitsgrades oder Umsatzvolumens, sehr wichtig ist und in der Regel bevorzugt behandelt wird.
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-Empfänge.

Eine aufwändige Inszenierung kommt natürlich nur an, wenn die Produktqualität stimmt. Küchenchef Jost Pullich arbeitet mit hohem Anspruch und immer frischen, meist regionalen Produkten. Auf eine bestimmte Länderküche lässt er sich jedoch nicht festlegen. Seine Vorliebe gilt der Molekularküche eines Ferran Adrià. In seinem experimentierfreudigen Labor entstehen Kreationen wie Jelly vom Rotkohl, Karpfenwurst mit Mandarinenschaum, Maronencrème mit geräucherter Kirschespuma oder homemade geeiste Marshmellows mit Ingwer. Manches wird einzeln als Fingerfood gereicht, manches auch in einem neungängigen Menü.

Die Größe der gecaterten Veranstaltungen variierte bisher zwischen sechs und 800 Personen. Je nach Ausstattung der Events variieren auch die Preise. Sie reichen von zehn bis zwölf Euro bis zu 350 Euro pro Person. „Aber eigentlich gibt es nach oben keine Grenze“, stellt der 31-Jährige fest. Nur nach unten: Mindestens 250 Euro müssen zusammenkommen, bevor sich die Foodists in Bewegung setzen. Im Schnitt bringt ein EventInszenierte Veranstaltung in meist außergewöhnlicher Umgebung , die Gäste durch ihre emotionale Ansprache aktivieren soll.
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50 bis 100 Euro pro Person. Auf der Kundenliste der erst vor knapp drei Jahren gegründeten FirmaBezeichnung für den Namen eines Kaufmanns, unter dem dieser im Handelsverkehr seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.
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finden sich so illustre Namen wie Lucky Strike, Louis Vuitton, H&M, Hugo Boss, BMW und viele mehr.

Für den gelernten Koch Kay Schlichting ist die Gründung von The Foodists Anfang 2004 eigentlich die logische Folge seiner vorausgegangenen beruflichen Tätigkeit. Nach seiner Ausbildung im Landhaus Dill in Hamburg und einem Intermezzo im Fit for Fun-Restaurant hat er für verschiedene Caterer gearbeitet, unter anderem als Küchenchef beim Cateringservice Outbiss. Zuständig für die künstlerische und dekorative Ausgestaltung der Veranstaltungen ist Telse Bus. Die Foodkonzeptionistin hat schon früh nach ihrem Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg angefangen, für Cateringunternehmen Essen als kunstvolle Inszenierung zu gestalten.

Eigenes Restaurant

The Foodists bewegen sich derzeit auf steilem Wachstumskurs. „Wir haben den UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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bisher jedes Jahr verdoppelt“, sagt Schlichting. „Woran wir arbeiten ist, eine kontinuierlichere Auslastung von Küche und Stammpersonal zu erreichen.“ Deshalb haben die Foodists das Restaurant A. Mora eröffnet, das in den Sommermonaten auf einem Anleger der Außenalster betrieben wird. Ebenso versorgt die Foodists-Küche die Gäste im Restaurant Taste in der Bar Hamburg mit ausgefallenen Leckereien. Nicht ausschließen möchte Schlichting, dass auf der Basis von „Chic’n schnell“ irgendwann Fastfood-Restaurants entstehen könnten, in Eigenregie oder auf Franchisebasis.Mathias Thurm


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