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Matt durch Patt: Wenn Konflikte die Arbeit blockieren, muss sich der Chef einmischen

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Konflikte zwischen Mitarbeitern

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/5 vom 29. Januar 2011

Stuttgart. Konflikte gehören zum Leben wie das Salz zur Suppe. Doch oft erschweren sie das Miteinander sehr. Trotzdem sollten Führungskräfte nicht bei jedem aktiv werden, den sie zwischen Mitarbeitern registrieren. Denn ihre Hauptaufgabe ist, dafür zu sorgen, dass ihre die geforderte Leistung bringen. Also sollten sie auch nur bei Konflikten eingreifen, die sich negativ auf die Leistung auswirken – zum Beispiel, indem sie im Rahmen einer Konfliktmoderation mit ihren Mitarbeitern nach einer möglichen Lösung suchen.

Vor dem Gespräch

Angenommen, Sie erwägen als Führungskraft eine Konfliktmoderation. Dann sollten Sie vorab das Problembewusstsein klären. Denn oft reagieren Mitarbeiter verwundert, wenn man sie auf Konflikte anspricht: „Wie kommen Sie darauf?“ Sie negieren also den Konflikt. Deshalb sollten Sie klären: Ist den Beteiligten der Konflikt bewusst? Und: Sind sie bereit, Zeit und Energie in eine Lösung zu investieren? Lassen Sie sich hierfür den Konfliktverlauf schildern. Fragen Sie anschließend, ob die Situation für die Beteiligten zufriedenstellend ist. Wenn die Konfliktparteien „Natürlich nicht“ antworten, sind sie vermutlich bereit, einen neuen Weg zu gehen. Dann können Sie eine Konfliktmoderation vorschlagen.

Sagen die Mitarbeiter ja, sollten Sie ihnen den Ablauf der Moderation schildern. Bitten Sie beide Parteien außerdem, sich vorab zu überlegen, welche Verhaltensweisen sie sich vom jeweils anderen wünschen.

Hier ein Beispiel für den möglichen Ablauf einer Konfliktmoderation.


1. Das Ziel klären: Die Mitarbeiter kommen meist voller Emotionen zur Konfliktmoderation. Sagen Sie deshalb zu Beginn einige Worte zum Thema Konflikte. Zum Beispiel, Konflikte gibt es überall. Nicht nur im Betrieb. Außerdem: Konflikte entstehen stets aufs Neue. Zum Beispiel, weil sich die Anforderungen ändern. Erklären Sie den Konfliktparteien nochmals, worum es bei dem Treffen geht: um ein Lösen des Konflikts. Jedoch nicht in der Form, dass wie in einer Therapie alle Erfahrungen in der Vergangenheit aufgearbeitet werden. Nein, die Arbeitsbeziehung soll neu ausgehandelt und so geregelt werden, dass beide Mitarbeiter damit leben können.

2. Regeln festlegen: Definieren Sie mit den Konfliktpartnern Regeln für die Moderation. Zum Beispiel: Beide stellen Forderungen an das Verhalten des jeweils anderen. Diese werden nach dem Prinzip „Geben und Nehmen“ ausgehandelt.

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