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Kein Mittelmaß: Die JRE-Eliteklasse wird in Koblenz verabschiedet

© Heinz Feller

Management & Praxis

Marathon statt Kurzsprint

Pionierklasse: Jeunes Restaurateurs bilden junge Köche für die Spitzengastronomie aus

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/31 vom 2. August 2008
 Heinz Feller

KOBLENZ. „Elite entsteht durch Konzentration, nicht durch Vielfalt im Mittelmaß“, sagte der damalige Präsident der Jeunes Restaurateurs d' Europe (JRE) in Deutschland, Harald Rüssel vor drei Jahren. Damals ging der erste Jahrgang der JRE-Eliteklasse für Köche und Köchinnen mit 25 Schülern an den Start. Nach dreijähriger Lehrzeit beendeten 23 von ihnen im Gastronomischen Bildungszentrum Koblenz (GBZ), einer Einrichtung der IHK Koblenz, ihre Ausbildung. Sie wurden im Rahmen einer feierlichen Urkundenübergabe vom VorstandNeben der Hauptversammlung und dem Aufsichtsrat eines der drei Organe einer Aktiengesellschaft.
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der Jeunes Restaurateurs, Alexander Herrmann und Patrik Kimpel, sowie dem GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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des GBZ Edelbert Dold verabschiedet.

Das Ausbildungsmodell der Eliteklasse zeichnet sich durch eine exklusive und gezielte Vorbereitung auf die Spitzengastronomie aus. Die Teilnehmer zeigten tatsächlich Spitzenleistungen, betont der verantwortliche Lehrer an der Berufsbildenden Schule in Koblenz, Michael Specht. Seine Eliteschüler, die mit einem erweiterten Berufsbildungsprogramm auf die Gesellenprüfung vorbereitet wurden, haben im Vergleich zum Gesamtdurchschnitt der BBS mit einem um mindestens eine Note besseren Ergebnis ihre Ausbildung abgeschlossen.

Besserer Prüfungsschnitt

„Im theoretischen Bereich erreichten die JRE-Schüler einen Durchschnitt von 81,8 Punkten gegenüber 71,9 Gesamt-BBS und in der Praxis 78,6 gegenüber 61,5“, sagte Specht stolz. Während ihrer dreijährigen Praxisausbildung in einem Mitgliedsbetrieb der jungen Spitzenköche Deutschlands werden die Auszubildenden für die Top-Gastronomie fit gemacht. Wissensvermittlung und intensiver Erfahrungsaustausch werden durch kleine Klassen und konzentrierten Blockunterricht in der Berufsschule gefördert.

Darüber hinaus erhalten die jungen Nachwuchsköche eine überbetriebliche Ergänzungsausbildung im Gastronomischen Bildungszentrum in Koblenz. Hier wird ihnen von GBZ-Küchenchef Detlev Ueter neben solidem Handwerk ein Höchstmaß an Kreativität und beruflicher Leidenschaft vermittelt. Kurse und Seminare halten qualifizierte Referenten aus der Praxis. So werden die Auszubildenden ideal auf den Berufsalltag vorbereitet.

Die Inhalte dieser Seminare, zu denen unter anderem eine zweite Fremdsprache, Datenverarbeitung sowie Themen der Betriebswirtschaft und Unternehmensführung gehören, reichen weit über den regulären Rahmenlehrplan hinaus. „Es war kein 100-Meter-Sprint, eher ein Marathonlauf, aber es hat Spaß gemacht“, sagt Karsten Mesow vom Restaurant Caroussel im Relais & Châteaux Hotel Bülow Residenz in Dresden gegenüber der AHGZ. Er ist Prüfungsbester der Pionierklasse und wurde besonders geehrt. „Neben gemeinschaftlichen Aktivitäten auf dem Campus des GBZ wurden Veranstaltungen, wie Exkursionen und Gruppen-Projektarbeiten, durchgeführt“, so Mesow.

Die BBS Koblenz und das GBZ Koblenz teilten sich den Unterricht von zwei Schul-Blöcken zu vier Wochen und einem Schul-Block zu drei Wochen pro Jahr. Der PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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pro Schuljahr betrug 2170 Euro. Er wurde zu zwei Dritteln vom Auszubildenden und einem Drittel vom Lehrbetrieb getragen. Wobei der Azubi sich dazu verpflichtete, nach seiner Ausbildung noch mindestens zwei Jahre in den Reihen der Jeunes Restaurateurs zu arbeiten. Im Gegenzug wird den Absolventen eine nahezu 100-prozentige Jobsicherheit garantiert.

Kreativität und Handwerk

Beim abschließenden Gala-Menü für geladene Gäste – vor allem Eltern und Ausbilder der Nachwuchsköche – gaben die angehenden Spitzenköche mit der Zubereitung einer Vorspeisenplatte eine Kostprobe ihres Könnens. Patrik Kimpel, Küchenchef im Kronenschlösschen in Eltville-Hattenheim, ergänzte das Menü den Hauptgang, und das süße Finale steuerten Jan Bolland vom Romantik Hotel Bollant's im Park in Bad Sobernheim und sein Küchenchef Renato Manzi bei. Heinz Feller

www.jeunes-restaurateurs.de


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