Recht & Steuern

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Mehrwertsteuer sinkt, Preise kaum

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2009/30 vom 25. Juli 2009
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PARIS. Drei Wochen nach Senkung des Mehrwertsteuersatzes für die Gastronomie von 19,6 auf 5,5 Prozent hat im Schnitt nur die Hälfte der rund

185.000 französischen Bistros, Brasserien und Restaurants einen Teil ihrer Preise gesenkt. Das gehörte jedoch neben der Schaffung von 40.000 Arbeitsplätzen laut einem Abkommen zwischen den Verbänden und der Regierung zu den Selbstverpflichtungen der Branche. Der Beraterfirma Gira Conseil zufolge haben seit 1. Juli zwar die Restaurant-Ketten zu 90 Prozent Preissenkungen vorgenommen und darauf mit massiven Werbekampagnen aufmerksam gemacht, um ihr ImageMehr oder weniger bewusste, vereinfachende Beurteilungen eines Meinungsgegenstands durch ein Individuum, die in ihrer Verfestigung als mehrdimensionales Einstellungskonstrukt Handlungs- und Verhaltensrelevanz gegenüber einem Imageobjekt gewinnen.
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und ihren Marktanteil zu verbessern. Doch bei den unabhängigen Lokalen habe nur etwa jeder dritte Gastwirt einige Positionen auf seiner Karte nach unten korrigiert.

Nach Informationen der staatlichen Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde, die in den ersten zwei Juli-Wochen landesweit 3750 Kontrollen vorgenommen hat, wurden in jeder zweiten gastronomischen Einrichtung Preissenkungen registriert. Wirtschaftsministerin Christine Lagarde zeigte sich „enttäuscht“ und warnte, die Gastronomen hätten „einen Pakt auf Gegenseitigkeit mit dem Land geschlossen“ und man könne „nicht nur nehmen, ohne zu geben“. Schließlich kostet die Mehrwertsteuersenkung den Staatshaushalt pro Jahr 2,4 Mrd. Euro.

Die Präsidentin des größten Branchenverbandes UMIH, Christine Pujol, meint jedoch, dass es „noch zu früh ist, um schon eine BilanzGegenüberstellung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten eines Unternehmens, mit dem Ziel, das Eigenkapital als Restgröße zu ermitteln.
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zu ziehen“. Sie verweist darauf, dass das Abkommen mit dem Staat auch die Schaffung von festen Arbeitsplätzen, Lohnerhöhungen für die Beschäftigten und Investitionen in die Modernisierung der Betrieb vorsieht. „Jeder Gastronom muss für sich entscheiden, was für ihn Vorrang hat“, betont die UMIH-Präsidentin. „Vieles wird sich erst mittel- und langfristig auswirken.“

An die Adresse derer gewandt, die die Steuersenkung ohne Gegenleistungen als zusätzlichen Gewinn einstecken könnten, betont sie: „Wenn die Regierung nach einiger Zeit feststellt, dass die Verbesserungen nicht in dem erwarteten Maße eingetreten sind, wird sie folgern, dass die Maßnahme ein Misserfolg war. Dann ist nicht ausgeschlossen, dass der Mehrwertsteuersatz wieder heraufgesetzt wird.“


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