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Markt

Öko wird zum Kriterium

Deloitte: Umweltfreundliche Produkte und Marken stehen bei Hotelauswahl hoch im Kurs

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/25 vom 21. Juni 2008
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HAMBURG. Nicht die Menge macht´s, auf die Qualität kommt es an. Das hat die Consultingfirma Deloitte empirisch untermauert. Mit Unterstützung der AHGZ hatte Deloitte 5000 Hoteliers und 850 Gäste befragt, um die „qualitativen Werttreiber“ in der deutschen Hotellerie herauszuarbeiten. Wichtiges Ergebnis: Der Umweltschutz wird immer wichtiger. Eine Erkenntnis, die bereits in die Bauplanung einfließen könnte. Die Studie „Was wirklich zählt“ (AHGZ vom 8. März) präsentierte Deloitte jetzt Hoteliers bei einer „Road-Show“ in Hamburg.

Einerseits verwischen sich nach der Studie bei den Gästepräferenzen die Grenzen zwischen den Zielgruppen. So verlängerte mehr als die Hälfte aller Geschäftsreisenden mindestens einen Geschäftsaufenthalt im Jahr für Freizeit und Urlaub. Gleichzeitig gab ein Drittel der Freizeitreisenden an, im Urlaub E-Mails abzurufen. Auf der anderen Seite stellt Deloitte wachsende Unterschiede zwischen den Gästegruppen fest. Urlauber schätzen an einem Hotel ein attraktives Umfeld. Geschäftsreisenden ist dagegen die gute Verkehrsanbindung wichtiger.

Unterschiede ergeben sich auch durch die Generationszugehörigkeit. Die Studie unterscheidet zwischen Millenniums (12 bis 27 Jahre), Generation X (28 bis 41 Jahre), Baby-Boomer (42 bis 60 Jahre) und Generation 50+. Letztere sind besonders kritisch. Besonders wichtig sind ihnen die Freundlichkeit des Personals. Die finanziell meist gut ausgestatteten Baby-Boomer sind empfänglich für Wellnees-, Fitness- und Anti-Aging-Programme. Die Generation X wird als Trendsetter ausgemacht. Sie legt Wert auf individuelle Angebote und Kontakte.

Der Standort, für mehr als 90 Prozent aller Reisenden das wichtigste Entscheidungskriterium für ein bestimmtes Hotel, sei zwar kurzfristig nicht änderbar. Bei der StandortwahlBei der Analyse der Attraktivität eines Standorts ist zwischen einer Makround einer Mikroanalyseebene zu unterscheiden.
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sei aber zu beachten, dass Veränderungen der Infrastruktur positiv oder negativ beeinflussen können.

Außer dem Standort werde die Entscheidung für ein Hotel zunehmend durch Marken beeinflusst. Die Marketingaktivitäten sollten daher auf ein positives Markenversprechen zählen. Dies könne unter anderem mit dem Thema Ökologie erreicht werden. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung gehört laut Deloitte inzwischen zu den „Lohas“ (Lifestyle Of Health And Substainibility). Diese einkommensstarke Gästegruppe erwartet umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen sowie Engagement für umweltpolitische Themen. Mathias Thurm



www.deloitte.com/de/hotellerie


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