Energiesparen

Management

Ohne Konzept geht man baden

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2009/46 vom 14. November 2009
 Alexandra Leibfried

TRAVEMÜNDE. Von einer Auslastung um die 90 Prozent träumen viele WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
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-Hoteliers. Dieser Traum könnte wahr werden, da sich mit nach wie vor gut Geld verdienen lässt. Schließlich bezahlten Gäste im vergangenen Jahr 476 Euro pro Aufenthalt im Wellnesshotel, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) herausfand. Massagen und Beauty-Anwendungen buchte immerhin jeder Dritte von 20.000 Befragten. Drei Tage am Stück ließen sie den stressigen Alltag hinter sich. Und sogar Stadthotels mit SpaAuf körperlichem Wohlbefinden basierende Erholungseinrichtung in einem Hotel.
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profitieren vom Wellness-Trend in der Bevölkerung, kann Konstanze Auernheimer, Marketing-Leiterin beim Marktforschungsinstitut STR Global in London nachweisen (AHGZ vom 30. Oktober).

Ohne fundiertes Konzept und Spa-Management verselbstständigen sich die KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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und drücken schlimmstenfalls den UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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. Wie stark die Meinungen von Experten zu diesem Thema auseinandergehen, zeigte sich kürzlich beim AHGZ Leaders Day zum Thema Wellness in Travemünde. Einig waren sie darin: Ein Spa rechnet sich nicht von allein.

Bis Hoteliers ihren Wellness-Bereich als Profit-Center führen und zugleich höhere Raten durchsetzen können, müssen sie mutig an vielen Schrauben drehen. Birgit Weiss, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit)Maßnahmen zur Pflege der Beziehung von Unternehmen zu ihrem öffentlichen Umfeld mit dem Ziel, bei den nach Interessen gegliederten Anspruchsgruppen Stakeholder) Verständnis und Vertrauen zu gewinnen bzw.
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im Hotel Freizeit In, Göttingen, und Teilnehmerin beim AHGZ Leaders Day, glaubt: „Eigentlich ist im gehobenen SegmentNach dem Prozess der Aufteilung des relevanten Markts in Marktsegmente erhält man einzelne Segmente, die eine möglichst homogene Abnehmergruppe zusammenfassen.
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ein hochwertiges Spa-Angebot mittlerweile selbstverständlich geworden. Mehr bezahlen will der Gast deshalb nicht unbedingt.“

Umsatzkiller aufspüren

Das muss er aber, damit der Wellness-Bereich den Umsatz ankurbelt. „Eine Nutzungspauschale im ZimmerpreisRegulärer Preis pro Zimmer , auch Zimmerrate genannt.
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ist Pflicht“, betont Hildegard Dorn-Petersen, Inhaberin von Hotel Consult in Seeon. Höhere Preise akzeptieren Gäste dann, wenn das Gesamtkonzept stimmt. Fehlerquellen gibt es genug. Manche Hoteliers patzen bereits beim Bau, wenn sie ohne Beratung einen Architekten beauftragen. Ein Spa sollte – am besten mit dem Aufzug – über die Etagen erreichbar sein, damit Gäste im Bademantel nicht die Lobby durchqueren müssen. Zeitloses Design schützt davor, ständig wechselnden Trends hinterher zu hecheln. Anwendungsräume sollten multifunktional nutzbar sein.

Und so gut große Pools, vor allem im Freien, ankommen: Sie sind Kostenfresser, denn auch bei schwacher Auslastung müssen sie geheizt werden. Genauso wenig kann der Hotelier einen Teil der Saunen schließen, wenn wenig Gäste im Hotel sind. Alles Gründe für Dorn-Petersen, im Spa-Bereich auf erneuerbare Energien und Wasserrückgewinnung zu setzen. Nur so ließen sich dauerhaft drücken.

Denn kräftig zu Buche schlagen die Personalkostenderen Arbeitskraft in einem Unternehmen entstandene Aufwendungen.
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. Es rächt sich, wenn Hoteliers zu viele Behandlungsräume und Gastro-Theken vorsehen. Schließlich erwartet der Gast auch an der Spa-Rezeption oder in der Saft-Bar, dass sich dort die Gastkultur des Hauses fortsetzt. Verpachten dürfe ein Wellness-Hotel seinen Spa auf keinen Fall, unterstreicht die Beraterin.

Gäste befragen

In der persönlichen Betreuung sehen Experten auch den individuellen Mehrwert, über den sich ein Wellness-Hotel von der Konkurrenz
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abheben kann. Daran arbeitet Joachim Rudolph, Inhaber des Hotel Meerlust, bewusst. Er begrüßt seine Gäste selbst, erfragt im Gespräch deren Erwartungen und gibt diese an alle Mitarbeiter weiter. Auf diese Weise hält er seine Stammgäste und schafft „90 Prozent Auslastung“.

Gut eingearbeitetes PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
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können Hotelchefs im Bereich „Cross-Selling“ weiterbilden. Sind Masseure oder Therapeuten zu bestimmten Zeiten nicht ausgelastet, sollte sowohl im Spa als auch an der Rezeption der Verkauf ihrer Anwendungen forciert werden (siehe Kasten). Alexandra Leibfried


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