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Rotes Deutschland: Beim Wein besteht kein Grund zum Fürchten

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Management & Praxis

Pfalz in Königsklasse vorn

Deutscher Rotweinpreis 2008 vergeben / Weitere Sieger aus Württemberg und Rheinhessen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/39 vom 27. September 2008
 Heinz Feller

KIEDRICH. Je zwei Mal kamen die Sieger beim 23. Vinum-Rotweinpreis aus Württemberg, Rheinhessen und der Pfalz. Stolzer Sieger in der Kategorie Spätburgunder, der Königsklasse beim Vinum-Rotweinpreis 2008, wurde Philipp Kuhn aus Laumersheim (Pfalz). In dieser enorm starken Kategorie wurden in diesem Jahr mit dem „Simonroth“ von Rainer Schnaitmann (Württemberg) und einem Walporzheimer Kräuterberg von Werner Näkel (Weingut Meyer-Näkel, Ahr) zwei zweite Plätze vergeben.

Gute Cuvées

Die Mischung machte es in der Klasse der Cuvées. Und die gelang Paul Schäfer mit seinem Siegerwein „Verosa“ besonders gut. In dieser Disziplin kamen mit den Cuvées „Naan“ und „Cabernet/Merlot“ Thomas Seeger (Leimen) und Gerd Bernhart (Schweigen) auf den geteilten zweiten Platz. Insgesamt zeigte sich, dass die Erzeuger immer bessere Cuvées produzieren.

Bei den „Deutschen Klassikern“ teilten sich das Weingut Liebenauer Hof aus Osthofen (Rheinhessen) mit einem Frühburgunder und das Weingut Zelt aus Laumersheim mit einem St. Laurent den ersten Platz. Genau so war auch in der Gruppe Lemberger, wo die beiden Württemberger Gert Aldinger (Fellbach) und Hans-Peter Wöhrwag (Untertürkheim) die zunehmende Konkurrenz
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aus anderen Gebieten (Seeger, Baden) bei dieser ursprünglich nur in Württemberg angebauten Sorte in Schach hielten. Noch einmal lag Württemberg vorn in der Gruppe Neuzüchtungen. Hier gewann Jürgen Ellwanger (Winterbach) mit einem Zweigelt, vor einem Regent der Winzergenossenschaft Laumersheim (Pfalz).

Bei den „unterschätzten klassischen Sorten“ trumpfte Thomas Seeger aus dem badischen Leimen mit einem Schwarzriesling auf. Ein Trollinger von der Remstalkellerei kam auf Platz zwei.

Den zweiten Erfolg für Rheinhessen verbuchte Michael Fleischer aus Mainz-Hechtsheim vom Weingut der Stadt Mainz in der Kategorie „Internationale klassische Sorten“ mit einem Syrah. Fritz Waßmer (Baden) mit einem Merlot und Jochen Schmitt (Pfalz) mit einem Lagrein kamen auf den geteilten zweiten Platz.

Sensationell war der Erfolg des jungen Pfälzers Gerald Hundinger (Weingut Hammel-Hundinger) bei den edelsüßen Weinen mit einem Spätburgunder Eiswein.

Der Wettbewerb gilt als strengster seiner Art für deutschen Rotwein. Bis ein Wein ganz vorne platziert wird, hat er vier Prüfungen zu bestehen: eine Vorrunde mit zusätzlicher Kontrolle, dann die finale Verkostung, bei der die besten Weine noch mal in einem Stechen unmittelbar nebeneinander von allen 15 Juroren verglichen werden. Insgesamt wurden beim Deutschen Rotweinpreis 2008 mehr als 1350 Weine angestellt.

350 Weine im Finale

Die Vorrunde ging in der Erzeugergemeinschaft Winzersekt in Sprendlingen über die Bühne. Das Finale fand auf neutralem Rieslingboden im Rheingauer Weingut Weil statt. Hier wurden 350 Weine verkostet.

In der Jury, die sich aus erfahrenen Önologen, Weinhändlern, Gastronomen, Sommeliers und Profis von Fachmedien zusammen setzt, war auch die AHGZ vertreten. Die Preise werden am 1. November bei der Rotweingala in Mainz vergeben. Heinz Feller



www.vinum.info


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