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AHGZ-Barometer

Rostock im Wechselbad der Ergebnisse

Die Kettenhotellerie der Hansestadt ist starken Schwankungen ausgesetzt. Sie lebt vor allem vom Touristenstrom im Sommer. Doch in diesem Jahr lief das erste Quartal mit zweistelligen Zuwächsen an, während im März und April die Auslastung wieder sank

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/23 vom 7. Juni 2008

ROSTOCK. Der Kettenhotelmarkt in der Hansestadt Rostock ist sehr saisonabhängig. Die Talsohle wird üblicherweise im Januar erreicht, und dann steigen die Ergebnisse durchgängig Monat für Monat bis zum Sommer – wobei der August den Spitzenplatz einnimmt. In diesem Jahr lief es jedoch etwas andes. Das erste Quartal 2008 hat mit zweistelligen Zuwachsraten im Januar und Februar sehr gut begonnen, während März und April im Vergleich zu dem jeweiligen Vorjahremonat einen Rückgang bei der Auslastung um 4,5 und 2 Prozentpunkte verzeichnen. Dank einer Preissteigerung von 8,6 Prozent stieg der RevPar (Erlös^ Umsatz.
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pro Zimmer) im April aber um 4,7 Prozent auf 33 Euro. Im März sank er hingegen bei einer Ratensteigerung von lediglich 3 Prozent um 5,4 Prozent auf 29,1 Euro.

Der Rückgang der Auslastung im März und April erklärt sich vor allem durch die hervorragende Ergebnissteigerungen der entsprechenden Vorjahresmonaten. Im März und April 2007 liefen nämlich die Vorbereitungen auf den G8-Gipfel im nahen Heiligendamm. Zudem fanden die Osterferien in Mecklenburg-Vorpommern bereits vom 17. bis zum 26. März statt und nicht – wie sonst üblich – im April. Ansonsten ist der März ein Monat, in dem die Nachfrage von Freizeitgästen nur gering ist.

Kumuliert über die vergangenen zwölf Monate hat der RevPar in der Rostocker Kettenhotellerie um ganze 10,3 Prozent auf 38,5 Euro zugelegt. Mit 4,7 Prozent Zuwachs kamen die durchschnittlich erzielten Zimmerpreise auf 62,10 Euro, was allerdings noch weit unter dem deutschen Durchschnitt liegt. Die kumulierte Belegungsrate lag bei 62 Prozent und näherte sich damit dem deutschen Schnitt.

Der Kreuzfahrthafen in Rostock gilt als einer der wichtigsten Deutschlands. Zudem verfügt die Stadt über zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Entsprechend ist der Hotelmarkt hauptsächlich auf Freizeittourismus ausgelegt. Die wichtigsten Messen sind die Ostsee MesseIm wirtschaftlichen Sinne eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Veranstaltung auf einem bestimmten Gelände, die es Produzenten oder Verkäufern einer Ware bzw.
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und die Auto-Trend, die im Februar und März stattfinden und jährlich lediglich 30.000 und 15.000 Besucher anlocken. Diese Zahlen sind nicht zu vergleichen mit dem Reisestrom während der Hochsaison.

Im vergangenen Jahr verzeichnete Rostock 1,44 Mio. Übernachtungen und damit 5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Ausländeranteil unter den Gästen beträgt rund 10 Prozent. Das Passagieraufkommen im Flughafens Rostock-Laage legte um 13 Prozent auf 192.744 zu. Investoren sehen daher die Zukunft des Hotelmarkts in der 200.000-Einwohnerstadt optimistisch. So sind ein 4-Sterne-Hotel im Stadthafen sowie ein 3-Sterne Hotel in der Innenstadt geplant. Die Eröffnungen sollen im kommenden Jahr stattfinden. red


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