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Wichtig: Stimmt die Speisekarte noch?

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Marketing

So gewinnen Wirte Gäste zurück

Die Zeiten für Gastronomen sind nicht einfach. Aber mit kleinen Kniffen kann man im Wettbewerb bestehen. Ein Praxis-Test.

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2013/26 vom 29. Juni 2013
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STUTTGART. Warum läuft es beim Lamm-Wirt gegenüber wie geschnitten Brot? Und beim Italiener in der Straße ist auch immer der Laden voll. Was machen die, was ich nicht kann? Machen die WerbungTeilbereich des Kommunikationsmixes. Mediawerbung.
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im Internet? Über Online-Strategien und neuen Medien wird schon an anderer Stelle in der AHGZ ausführlich berichtet. Dass kein Gastronom sich hier ausschließen kann ist klar.

Aber es gibt noch vieles mehr im Restaurant-Marketing. Und das Tolle daran: es wirkt! Einiges ist recht einfach – oft sogar in Eigenregie. Und auch mit kleinem Budget umzusetzen. Da stellt sich die Frage, warum wird es dann nicht genützt? Eine logische Antwort darauf ist der Alltag, der Gastronomen oft überfordert und die damit verbundene Betriebsblindheit. Man schielt auf die anderen und sieht die eigenen Chancen nicht.

Mancher stellt sich unter Restaurant-Marketing etwas Kompliziertes vor, das nur für größere Betriebe leistbar scheint. Dabei fängt es schon beim Schaukasten am Eingang an. Eigentlich schon auf der anderen Straßenseite. Oder noch früher bei einem Hinweisschild an der Straße. Wann geht ein Gastronom wirklich bewusst auf die andere Straßenseite und schaut aus der Sicht des Gastes auf sein Haus?

Jeder Gastro-Betrieb braucht ein unverwechselbares Profil. Warum kommen Gäste? Wie können wir sie aus ihren vier Wänden locken? Welches Motiv liefern wir ihnen, sich den zum Luxus mutierten Restaurantbesuch zu gönnen? Bei der allgemeinen Jammerei der Wirtschaft fällt das Ausgehen bei vielen Menschen in den Spartopf. Die reine Versorgungsrolle hat die klassische Gastronomie schon längst an Metzger, Bäcker, Imbisse und Supermärkte verloren. Das merkt man am stärksten beim fast verschwundenen Mittagsgeschäft. Trotzdem gibt es auch hier noch recht erfolgreiche Betriebe. Was hebt diese vom Wettbewerb ab? Ein unverwechselbares Angebot: Zur rechten Zeit mit einem für die ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
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passenden PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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Jeder Betrieb kann seine Nische finden. Oft sind es spezielle Serviceleistungen, die den Unterschied prägen. Zum Beispiel am Mittag noch eine Fax(Vor-)bestellung, damit das Essen sofort auf den Tisch kommt, wenn die Gäste eintreffen. Das ist für Firmen leicht umsetzbar und außerdem kostengünstig für den Anbieter. Spätestens Freitags steht dann der Plan für die kommende Woche fest.

Erstaunlich ist auch die Vernachlässigung älterer Gäste. Diese Zielgruppe will nicht mehr mit Seniorentellern, sondern eher mit kleinen, abwechslungsreichen und weniger Fleisch lastigen Gerichten verwöhnt werden. Mit verschiedenen Portionsgrößen. Und mit freier Beilagenwahl sind diese Gäste zu begeistern.

aus: AHGZ Nr. 26/2013 vom 29.06.2013 Hier geht's zum kompletten Inhalt dieser Ausgabe

Oder neue Ernährungsgewohnheiten aufgreifen. „Wir kochen allergisch“ wäre ein Stichwort – gluten- oder laktosefrei, vegetarisch und einiges mehr sind Themen, die reine Versorger meist nicht leisten können. Auch wenn diese Angebote im eigenen Portfolio anfangs nur einen Bruchteil des Umsatzes ausmachen, lohnt es sich. Es ist momentan noch der wichtigste „Neugastbringer“. Ganz wichtig: Worüber Gäste gerne reden, das ist zum Nulltarif. Spezielle Gerichte, Mottos und Aktionen: Gäste werden bei Beschaffung oder Zubereitung eingebunden. Oder statt dem Einheitsteller mal das Kochgeschirr auf den Tisch stellen. Oder Familienplatten, ergänzt mit Fingerfood, Menüs in Etappen und an verschiedenen Plätzen servieren.

Fazit: Wichtig ist immer das Vorgehen. Marketing findet von innen nach außen statt. Erst das ProduktBezeichnung für am Markt angebotene Wirtschaftsgüter .
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erarbeiten und dann vermarkten. An Werbemitteln mangelt es nicht: Speisekartenaushang, Hinweisschild, beidseitig bedruckte Miniflyer, Visitenkarten, Speisekarte zum Mitnehmen. Oder witzige Postkarten, die Gäste an Freunde schicken können. Das alles wirkt und kostet wenig. Franziska Schumacher

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