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Sales & Marketing

Sprachretter im Netz

Eine fehlerfreie Speisekarte ist der Türöffner für zahlende Gäste

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/50 vom 16. Dezember 2006
 Ulrich Jungk

STUTTGART. Die Erkenntnis bringt alle Gastronomie-Guides in die Nähe von Altpapier: „Ein gutes Restaurant erkennt man an einer fehlerfreien Speisekarte.“ So einfach ist das. Da lassen Karen Arnold und Daniel Große nicht mit sich handeln. Die beiden Journalisten setzen auf Sprachrettung aus dem Internet. „Wir wollen die Grammatik und Orthografie auf Speise- und Weinkarten, in Broschüren, Anzeigen und Pressetexten verbessern“, erklärt Karen Arnold der AHGZ. Heißt im Klartext: Rechtschreib- und Ausdrucksfehler sollen der Vergangenheit angehören. Das treibt Arnold und Große an. Davon, dass ihnen die Arbeit nicht ausgehen wird, sind beide überzeugt: „Täglich begegnen uns Beispiele dafür. Ob nun im Café, im Restaurant oder einfach an der Imbissbude“, weiß Daniel Große zu berichten. Sein derzeitiger Liebling ist der Schafskäse vom Backofen. Große rätselt: „Gibt da etwa der Ofen Milch?“

Warum so viele Gastronomen so wenig Wert auf eine korrekte Schreibweise legen, ist für Karen Arnold unbegreiflich. „Es ist doch gerade die Karte, die als Türöffner für zahlende Gäste fungiert“, meint sie. Oftmals, so vermuten die beiden Journalisten, entstünden solche Fehler meist aus Unwissenheit heraus. Sprachbarrieren bei fremdsprachigen Betreibern tun ein Übriges. Und der scheinbare Zwang, unbedingt Anglizismen verwenden zu müssen, erledigt den Rest: In der Gastronomie gerät gutes Deutsch zunehmend in Bedrängnis. Ulrich Jungk

www.gastro-text.de


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