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Recht

Steuertipp der Woche

Von Oliver Henning

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/2 vom 13. Januar 2007

Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt: Seit die Föderalismusreform in Kraft ist, kann jedes Bundesland den Steuersatz für die Grunderwerbsteuer selbst festlegen. Als erstes Bundesland ist Berlin vorgeprescht und hat zum 1.1.2007 eine Anhebung des Steuersatzes von 3,5 Prozent auf 4,5 Prozent beschlossen. Diese nach den Worten der Berliner Senatsverwaltung „maßvolle Steuererhöhung“ führt immerhin zu einem Anstieg der Steuerbelastung beim Grundstückskauf um 28,6 Prozent. Und bei der aktuellen Finanzlage einzelner Länder ist zu befürchten, dass diesem Beispiel noch weitere folgen werden.

Tipp: Allgemein bietet es sich als Gestaltungsinstrument an, zum Zwecke des Verringerns der Grunderwerbsteuer selbständige Gegenstände – soweit möglich – gesondert im Kaufvertrag auszuweisen. Diese Gegenstände können dann aus dem Kaufpreis für das Grundstück herausgerechnet werden und senken insoweit die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer. Als Beispiele wären hier zu nennen: Möbel, Einbauküchen, halbvolle Heiztanks, Alarmanlagen etc. Bestandteile wie Türen, Heizungsanlagen oder Schwimmbäder dürfen allerdings nicht herausgerechnet werden, da sie zivilrechtlich als wesentlicher Bestandteil des Gebäudes gelten.

Achtung: Nicht nur bei dem Verkauf von Immobilien kann Grunderwerbsteuer anfallen. Auch bereits eine Anteilsvereinigung von Kapitalgesellschaften über 95 Prozent kann zu einem Anfall von Grunderwerbsteuer führen, wenn die Anteilsvereinigung innerhalb von fünf Jahren erfolgt.


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