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Vielfalt: Spaniens Weine sind immer für eine Überraschung gut

© Heinz Feller

Kulinarium

Unbekanntes Spanien

Auf der iberischen Halbinsel wachsen Weine mit unverwechselbarem Charakter

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/24 vom 14. Juni 2008
 Heinz Feller

STROMBERG. Im Mittelpunkt einer Veranstaltung zur Kampagne „Wein aus Spanien 2008“ des Spanischen Instituts für Außenhandel (Icex) stand die Verkostung von zwölf Weinen aus relativ unbekannten autochthonen Rebsorten. Die Experten David Schwarzwälder und Jürgen Mathäß standen auf Johann Lafers Stromburg mit Daten und Fakten bereit. Spanien, so Mathäß, könne aus einem Fundus von rund 700 autochthonen Rebsorten schöpfen. Diese geben dem spanischen Weinen ihr ganz eigenes spezielles Gepräge und sorgen für Individualität. Spanien gilt derzeit als das dynamischste Weinland Europas.

Für die deutsche Gastronomie ist Spanien, blickt man auf die Weinkarte vieler Betriebe, ein ausgesprochenes Rotweinland. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass nach wie vor die Hälfte des in der Fläche größten Weinlands der Welt mit weißen Trauben bestockt ist. Das Netz der Qualitätsweine mit geschützter Herkunft (D.O.) ist in den vergangenen Jahren immer dichter geworden. Die Zahl der D.O.-Regionen ist mittlerweile auf 64 gestiegen – und sie steigt weiter. Ehrgeizige Winzer in allen Landesteilen nutzen dabei bisher unbekanntes Terruno (Terroir).

So zum Beispiel Rafael Palacios, der es verstand in der D.O. Valdeorras Weine aus der so gut wie verschwundene Rebsorte Godello wieder auf die Flasche zu füllen. Es war die erste autochthone weiße Sorte Spaniens, die im kleinen Eichenholzfass ausgebaut wurde. Oder die Bodegas Ocellvm Dvrii aus der D.O. Arribes del Duero. Der Winzer hatte die Idee, eine hochkarätige PräsentationZweckbestimmte und am Empfänger orientierte Information, welche versucht, den Kommunikationsfluss zu verbessern und Expertenwissen durch Darstellung oder Darbringung eines Produkts, einer Serviceleistung oder einer Information anderen zugänglich zu machen.
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für Weine der autochthonen Rebsorte Juan Garcia unter dem Titel „Condado de Fermosel“ ins Leben zu rufen.

Es war erstaunlich, wie schnell Weinstile verändert, neue Regionen entdeckt, alte revolutioniert werden können und bislang unbekannte autochthone Rebsorten für Furore sorgen, wie Baboso Negro (Bodegas Tanajara, D.O. El Hierro), Brunal (Ribera de Pelazas, Arribes del Duero), Rufete (Bodegas Vinas del Cámbrico, Castilla y León) oder Parraleta (Bodegas Pirineos, Somontano) Vom Parraleta, einer vergessenen Rebsorte im Norden Spaniens beispielsweise, gibt es weltweit nur drei Weine.

Einerseits haben die spanischen Weinmacher ihre traditionellen Tugenden erhalten können und in den schon lange bekannten D.O.s wie Rioja oder Jerez Gewächse (Vinos de Pago) mit unverwechselbarem Charakter erzeugt. Auf der anderen Seite ist in vielen Regionen wie Valdeorras, Aribes del Duero, Castilla y León oder Terrerazo Neues hinzu gekommen.

Viele dieser Weine verdienen es, ernst genommen zu werden. Sie haben einen eigenen Charakter, Komplexität und eine immense Vielfalt. Dies sollte sie eigentlich auch für die Gastronomie interessant machen. Die Icex unterstützt prestigeträchtige Events, Seminare und Fachverkostungen, dabei ist die Gastronomie eine wichtige ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
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. Heinz Feller


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