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Jeder Tropfen zählt: Wasser ist eine große Einsparquelle (

© Colourbox)

Erfolgskurs (12)

Wasser sparen im Hotel

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/8 vom 20. Februar 2010

Wasser kostet den gastgewerblichen Unternehmer in der Regel zweimal Geld: einmal beim Bezug und zum zweiten Mal bei der Abwassergebühr. Wer den Wasserverbrauch verringern möchte, kann schon kleine Wunder vollbringen, indem er etwas repariert – beispielsweise einen tropfenden Wasserhahn, einen Duschkopf oder eine undichte WC-Spülung. Solche Schwachstellen sollte der Haustechniker sofort beheben.

Durchfluss begrenzen

Tropft ein Wasserhahn pro Sekunde einmal, sind das volle 6100 Liter im Jahr. Für den Hotelier oder Gastronomen ist es auch sinnvoll, alte und verschlissene Armaturen durch neue zu ersetzen, die den Durchfluss begrenzen und damit ermöglichen, Wasser einzusparen. Der Komfort für den Gast darf darunter aber nicht leiden. Es gibt hierfür verschiedene Möglichkeiten, die sich auch preislich unterscheiden.

Am günstigsten ist es, wenn der Hotelier Durchflussmengenregler einschraubt. Für Duschen gibt es Köpfe, die Luft ansaugen und mit Wasser mischen sowie Brausen mit eingebautem Durchfluss-Mengenregler. Außerdem kann der Unternehmer zwischen Duscharmatur und Schlauch einen Durchfluss-Mengenregler installieren, der von Druck unabhängig ist. Indem man am Brausekopf einfach dreht, kann man von Normalstrahl auf Eco-Strahl umstellen. Müssen Toilettenspülungen erneuert werden, sollte der Hotelier oder Gastronom unbedingt eine wassersparende Variante wählen.

Aber auch bei der Haustechnik kann der Unternehmer erhebliche Einsparerfolge erzielen. Sowohl für Waschmaschinen als auch für Geschirrspüler gilt: Die Maschinen nur so oft wie nötig und möglichst vollständig gefüllt laufen lassen und dabei die vorhandenen Sparprogramme nutzen. Dies wird sich mittelfristig rechnen, selbst wenn der Betrieb weitere Geräte hinzukaufen muss, um dafür zu sorgen, dass auch bei weniger Waschgängen genug sauberes Geschirr beziehungsweise Wäsche zur Verfügung steht.

Abwärme nutzen

Energie können Hotels auch bei der Warmwassererzeugung . Die Warmwasseranlage sollte der Hotelier so einstellen, dass sie an Zapfstellen 60 Grad Celsius nicht überschreitet. Jedes Grad mehr muss durch den zusätzlichen Einsatz von kaltem Wasser wieder abgekühlt werden.

Um das Wasser zu erwärmen oder vorzuwärmen, kann der Hotelier Abwärme nutzen, etwa aus Spülmaschinen, Öfen, Lüftungsanlagen, Kochgeräten und Kälteanlagen. Das ermöglichen Wärmepumpen oder -tauscher. Die Wärmerückgewinnungs-Anlage kann der Hotelier in Betrieb nehmen oder nachbauen, wenn er eine neue Maschine installiert.

Mit diesem Artikel endet die Serie Erfolgskurs. Der heutige Tipp stammt von Birger Prüter, Project Manager beim Beratungsunternehmen Adelphi Research und Betreuer der Energiekampagne Gastgewerbe des DEHOGA
weiter mit Mausklick...
www.energiekampagne-gastgewerbe.de ).

Die bisherigen Folgen dieser Serie finden Sie unter www.ahgz.de/themen/serien


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