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Weg vom Pachtvertrag

Experten beim ersten PropertyBrainDay: Managementvertrag wird Zentraleuropa erobern

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/23 vom 7. Juni 2008
 Uwe Lehmann

BERLIN. „Deutschland ist momentan immer noch pachtvertragslasting. Doch nach und nach wird sich der Managementvertrag nach den Vereinigten Staaten und Großbritannien auch in Zentraleuropa durchsetzen.“ Diese These hat Treugast-GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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Dirk Feid beim ersten PropertyBrainDay in Berlin vertreten. Dieses Diskussionsforum für Führungskräfte war der Auftakt einer Veranstaltungsreihe der Treugast Solutions Group und der Baubild Immobilienmarketing AG)Abk. für Aktiengesellschaft.
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. Sie soll künftig vier- bis fünfmal im Jahr in verschiedenen deutschen Städten stattfinden.

Trügerische Sicherheit

Einig waren sich die Experten bei der Auftaktveranstaltung zum Thema „Vertragsgestaltung in der Hospitalitybranche“, dass die oftmals als Vorteil für Pachtverträge angeführte Sicherheit nur Schein sei. Bestes Beispiel ist nach Ansicht von Feid das ehemalige Four Seasons am Gendarmenmarkt in Berlin. „Der PachtvertragÜberlassung von Miet- und Pachtgegenständen gegen Entgelt auf eine bestimmte oder unbestimmte Zeit festgelegt sowie hinsichtlich der Rückgabepflicht eingeschränkt.
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war nicht zu erfüllen, weil die Immobilie das nicht hergab,“ sagte er. Zudem führten Mietverträge zu niedrigen Raten, meinte Andreas Erben, Leiter des Regionalbüros Berlin und Leiter Hotel bei Dr. Lübke. Der Grund: Bei ihnen gehe es vor allem darum, kurzfristig Cash zu generieren, um am Monatsende die Miete zahlen zu können.

Als Franchise-Fan outete sich Marrriott Vice-Präsident Markus Lehnert: „Franchise ist ein Marriott-Steckenpferd, aber in der Branche noch das hässliche Entlein, weil es zu wenig beachtet und verstanden wird.“ Dabei seien, wenn FranchisenehmerVertragspartner des Franchisegebers , der durch den Abschluss eines Franchise-Vertrags die Rechte zur Nutzung eines Geschäftskonzepts in einer festgelegten Region erwirbt.
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und -geber sowie der Immobilien-Eigentümer eine stabile Vertrauensbasis erarbeiteten, positive Ergebnisse für alle Beteiligten zu erzielen. „Allerdings machen wir keine Franchise-Verträge nach deutschem, sondern ausschließlich nach britischem oder Schweizer Recht,“ wies Lehnert auf eine Besonderheit hin. „Es muss stärker partnerschaftlich gedacht werden“, betonte auch Dirk Feid.

Neue Herausforderungen

Dass mehr Vertrauen zwischen Betreibern und Eigentümern notwendig sei, wurde auch aus dem Forum unterstrichen. Zudem wurde darauf verwiesen, dass für Banken Management- und Hybridverträge immer noch problematisch seien. „Der erforderliche hohe Eigenkapitaleinsatz ist nach wie vor die höchste Hürde bei derartigen Verträgen,“ betonte Andreas Erben.

Und, gleichgültig ob Pacht- oder Managementvertrag: Erben zeigte sich davon überzeugt, dass sich die Branche in Deutschland zukünftig noch stärker einer ganz anderen Herausforderung stellen müsse. „Es drängen immer mehr ausländische Investoren auf den heimischen Markt, die die Hotels selbst entwickeln, erstellen und schließlich auch betreiben,“ so das Fazit des Experten von Dr. Lübke vor rund 50 Führungskräften aus der Hotel- und Immobilienbranche.

Uwe Lehmann


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