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Einladend: Gourmets sind bei den Recks Stammgäste, mittags wie abends

© Hotel

So macht’s Reck’s Hotel Restaurant in Salem-Neufrach

Wo Bodenseemaler auf feine Küche treffen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/12 vom 17. März 2012
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Salem-Neufrach. Als die Recks ihr Anwesen 1967 erwarben, war der heutige Erfolg nicht absehbar. Während Bernhard Reck als Kantinenleiter im nahen Meersburg arbeitete, stand Elfriede Reck mit der ehemaligen Restauration Zum Bahnhof erstmal allein da. In den 70er-Jahren kam das Geschäft auf Touren. Nach und nach wurde renoviert und restauriert. Schließlich wechselte Bernhard Reck von der Kantinenküche an den eigenen Herd.

„Unsere Eltern mussten sich den Ruf hart erarbeiten“, sagt Annette Reck. Gemeinsam mit ihren Schwestern Christine und Alexandra führt sie heute das Haus. Während Annette und Christine für Hotel und Restaurant zuständig sind, steht Alexandra, die jüngste des Damen-Trios, als Küchenchefin am Herd. Sie zeichnet für eine gehobene Regionalküche mit mediterranen Akzenten verantwortlich.

Bernhard und Elfriede Reck haben sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen, sind aber dennoch präsent. Wenn am späten Vormittag ein paar ältere Herrschaften aus dem Ort vorbeischauen, entkorkt der Senior schon mal eine gute Flasche und genießt den Dorftratsch. „Die Mädle machen das wirklich prima“, freut sich der stolze Vater und nippt an seinem Glas.

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Dabei konnten die drei auf ein ordentliches Fundament bauen. Finanziell steht Reck’s Hotel Restaurant auf soliden Beinen, Investitionen wurden und werden bis heute regelmäßig getätigt. Alle Zimmer und Räumlichkeiten des Hauses sind liebevoll und individuell eingerichtet. „Unsere Eltern haben die erwirtschafteten Mittel immer in den Betrieb investiert, sodass das Haus immer auf Vordermann war“, sagt Alexandra Reck, die sich als Köchin den Feinschliff bei Spitzenköchen wie Alfred Klink und Dieter Müller holte, während ihre Schwestern als Hotelfachfrauen in führenden Häusern im In- und Ausland sowie auf Kreuzfahrtschiffen arbeiteten.

„Man kann diese Erfahrungen natürlich nicht eins zu eins umsetzen“, ergänzt Annette Reck, „man muss sie aufs eigene Haus und auf die eigenen Gäste projizieren, nur dann wird ein stimmiges Ganzes daraus.“ Was in Metropolen wie London, Paris oder Mailand bestens funktioniere, sei am Bodensee deplatziert. Hierher kämen die Gäste schließlich, um Ruhe zu haben und zu entspannen, nicht um „Großstadt-Halligalli zu erleben“.

Gehobene Küche mit Michelin-Empfehlung, schönes Wohnen mit Naturbezug und Kunst, das sind die drei Säulen in Reck’s Restaurant. Überall hängen Bilder von Bodenseemalern wie Robert Rauch, Günther Kober und Walter Eberhard, Ausstellungen gibt es regelmäßig.

Beim Führen ihres Betriebs legen die Recks großen Wert auf eine gute Beziehung zu ihren Mitarbeitern, auf Kontinuität. Nur so sei eine gastronomische Qualität zu erreichen. „Was nützt Ihnen der beste Küchenchef, wenn der nach einer Saison einen hochdotierten Posten in einem Sternerestaurant oder Luxushotel annimmt? Dann fangen Sie wieder bei Null an“, sagt Annette Reck, die froh ist, dass die FluktuationWiederkehrende Veränderung von Gegebenheiten und Zuständen.
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in ihrem Haus gering ist. Auch diesem Umstand habe man sehr viele Stammgäste im Restaurant zu verdanken, deren Anteil Reck mit 70 Prozent beziffert. Den Markt sieht Annette Reck gelassen. „Wir können ganz anders individuell reagieren, als ein 300-Betten-Haus“, berichtet die Hotelchefin. Und der Faktor Mensch komme ganz anders zum Tragen.

Gerade bei kleinen Betrieben liege viel Potenzial bei der Gastgeberfamilie – auch personell, was die Eltern schon früh beherzigten. So stiefelte Alexandra Reck dem Papa bereits als Kleinkind in der Küche hinterher. Sie war interessiert an allem, was brutzelte, dampfte und duftete.

„Schon als Kind hatte ich beschlossen, einmal das Ruder in der Küche zu übernehmen“, sagt Alexandra lächelnd. Auch für ihre Schwestern Annette und Christine stand fest, dass sie nach ihren Wanderjahren wieder ins beschauliche Salem zurückkehren würden. Eine Entscheidung, die bislang keine von ihnen bereut hat.

Sylvia Herr


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