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Märkte & Unternehmen

„Wir sind Teil der Krise“

Umfrage: NRW-Hoteliers spüren deutliche Rückgänge

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2009/24 vom 13. Juni 2009

DÜSSELDORF. Der Rotstift in den Unternehmen belastet zunehmend die Hotels in Nordrhein-Westfalen. „Der Rückgang des stark ausgeprägten Geschäftstourismus im Bundesland lässt viele Hotelzimmer leer bleiben. Und damit fallen naturgemäß auch Umsatz-, Ertrags- und Mitarbeiterzahlen. Wir sind Teil der Wirtschaftskrise geworden.“ So fasst NRW-DEHOGA-Präsident Olaf Offers den NRW-Konjunkturbericht für das Winterhalbjahr 2008/2009 zusammen. Demnach stellten 45,5 Prozent der befragten Hoteliers eine geringere Zimmerauslastung zwischen Oktober 2008 und März dieses Jahres fest. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum (21,5 %).

Wie in der Gastronomie gingen auch in der Hotellerie an Rhein und Ruhr die Umsätze und Erträge um

50,4 und 62,6 Prozent zurück. Und für den Sommer sieht die Prognose nach der Umfrage noch schlechter aus.

63,8 Prozent der Betriebe rechnen mit fallenden Umsätzen, sogar 71,2 Prozent mit sinkenden Erträgen.

Auch die Mitarbeiterzahl wird in den Unternehmen deutlich reduziert: 28,6 Prozent der befragten Hoteliers wollen sich von Beschäftigten trennen, im Vorjahr waren dies lediglich

11,6 Prozent. Mit Blick auf das Sommerhalbjahr erhöht sich der Anteil derjenigen, die weniger Personal beschäftigen wollen, sogar auf ganze

34,6 Prozent.

Befragt nach den Problemfeldern in der nordrhein-westfälischen Hotellerie nannten 58,4 Prozent der Betriebe hohe Energie- und 51,3 Prozent hohe Betriebskosten. Die Höhe der Personalkosten beklagten in der Umfrage 30,1 Prozent.

„Wer den Tourismus befördern und die Arbeitsplätze in der nordrhein-westfälischen Hotellerie sichern oder sogar ausbauen möchte, muss sich zu 7 Prozent Mehrwertsteuer im Gastgewerbe bekennen“, fordert Offers. „Wenn 20 von 27 EU-Staaten, unter anderem Belgien und die Niederlande, ihre Beherbergungsbetriebe lediglich mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz belegen, gebieten europäische Chancengleichheit und fairer Wettbewerb eine Senkung auch in Deutschland.“ red

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