Neuer Präsident der Flair Hotels: Roy Weiss Foto: Archiv
Konzerne & Kooperationen
„Marktposition weiter festigen“
Der neue Präsident der Flair Hotels, Roy Weiss, über kurz- und mittelfristige Ziele der Kooperation / Mitglieder sollen sich stärker mit der Marke identifizieren
STUTTGART Roy Weiss ist der neue Mann an der Spitze der Flair Hotels. Mit großer Mehrheit wurde der 43-Jährige aus dem brandenburgischen Angermünde von der Mitgliederversammlung gewählt. Roy Weiss löst Eugen Frank aus Bad Urach ab, der nach zwölf Jahren Präsidentschaft nicht mehr zur Wahl stand.
Welche Ziele verfolgen Sie als neuer Präsident der Flair Hotels kurz- und mittelfristig?
Weiss: Als neu gewählter Präsident werde ich mit dem wiedergewählten Vorstand und dem Team der Geschäftsstelle den seit über zwei Jahren beschrittenen Weg der Festigung der Marktposition der Flair Hotels konsequent weiter verfolgen. Oberste Priorität besitzt dabei die Akquise von neuem Gästepotential, um mehr Geschäft über die Marke Flair in die einzelnen Flair-Häuser zu holen. Ich habe mir das Ziel gesetzt, den Flair-Mitgliedern zur Herbsttagung einen Marketingplan mit Vorschlägen einer konkreten Umsetzung dieser Maßnahmen zum Beschluss vorzulegen. Dieser Marketingplan soll ein abgestimmtes Handeln jedes einzelnen Flair-Hoteliers zur Folge haben. Das schließt natürlich ein, sich als Mitgliedsbetrieb stärker mit der Marke Flair zu identifizieren. Im Übrigen leben dies unsere meisten Betriebe schon sehr gut vor.
Der Wettbewerb in der Branche wird immer stärker. Wie begegnen die Flair Hotels diesem Druck?
Weiss: Wir sind alle der Überzeugung, dass wir dem sich auch weiter erhöhendem Wettbewerbsdruck auf die Privathotellerie nur mit einer starken Kooperation wiederstehen werden. Wir haben wirklich eine hervorragende Basis geschaffen, erinnern will ich hier nur an unsere Internetplattform, die ab Mai mit einem noch zeitgemäßerem Outfit und noch userfreundlicher online gehen wird, an die Online- Buchbarkeit unserer Häuser, an das geschaffene Geschäftsreiseportal www.company-rates.de und an unsere neue Allianz mit den Schmetterling Reisebüros. Die günstige Kostengestaltung für den Einzelnen schlägt natürlich auch hier nachhaltig zu Buche.
Eine Maßnahme ist die Diversifikation in Flair Wellnesshotels, Flair Golfhotels und Flair Gourmethotels. Welche Kriterien müssen die Mitglieder erfüllen, um diesen Zusatz führen zu dürfen?
Weiss: Die Diversifikation entspricht natürlich schon unserer Marketing-Neuausrichtung hinsichtlich eines Themenmarketings. Wir verfolgen hier sehr aufmerksam die Entwicklungen auf dem touristischen Markt. Die Flair-Betriebe sind nach einem Kriterienkatalog, an dem wir weiter arbeiten werden, kategorisiert. Sie müssen bestimmte Standards und Qualitäten erfüllen, um so auch eine größtmögliche Transparenz gegenüber unseren Gästen zu ermöglichen.
Mitgliedern, die künftig nicht mitziehen, wollen Sie die gelbe Karte zeigen. Welche Konsequenzen hätte diese Maßnahme für die Mitglieder?
Weiss: Die gelbe Karte ist ein uns gegebenes Mittel um auf Defizite, die sich hauptsächlich auf Gäste-Rückkoppelungen und dem Flair-Qualitätsmanagement stützen, hinzuweisen. Der einzelne Hotelier soll so die Chance bekommen, möglichst zeitnah in seinem Betrieb die von allen Mitgliedern anerkannten Flair-Kriterien umzusetzen. Jedes Flair-Haus hat ein Recht darauf, sich auf seine Mitglieder einer starken Marke zu verlassen. Die Kooperation ist nur so stark, wie sein schwächstes Mitglied. Besonders schwache Flair-Betriebe schaden natürlich allen Flair Hotels. Geschäftsschädigendes Verhalten wollen und können wir uns nicht gefallen lassen, denn ein schlechtes Gästeimage nimmt automatisch auch den engagierten Betrieben Umsatzpotentiale.
Zücken Sie unter Umständen auch die rote Karte?
Weiss: Natürlich gibt es in der Konsequenz die Beendigung der Mitgliedschaft, die rote Karte! Dies ist aber nicht neu, wir haben uns auch in der Vergangenheit, manchmal allerdings etwas zögerlich, von Mitgliedsbetrieben getrennt.
Suchen Sie auch die Zusammenarbeit mit anderen Kooperationen?
Weiss: Wir haben hier keine Berührungsängste. Es existiert seit geraumer Zeit eine auf bestimmten Geschäftsfeldern ausgerichtete Zusammenarbeit mit den Minotels und Akzenthotels.
Die Fragen stellte Rüdiger Rüster
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